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Frank Mauer (l.) steht mit den Adlern im DEL-Finale
Frank Mauer (l.) traf gegen Wolfsburg doppelt für die Adler Mannheim © Getty Images

Die Adler Mannheim drehen im zweiten Spiel der Halbfinalserie in Wolfsburg abermals einen Drei-Tore-Rückstand. Titelverteidiger Ingolstadt siegt trotz Eispanne in Düsseldorf.

Titelfavorit Adler Mannheim hat nach einer erneut furiosen Aufholjagd einen großen Schritt Richtung Finale gemacht, Titelverteidiger ERC Ingolstadt meldete sich eindrucksvoll zurück.

Während Hauptrundensieger Mannheim im Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) trotz eines 0:3-Rückstandes nach dem 5:3 (2:3, 1:0, 2:0) bei den Grizzly Adams Wolfsburg in der Best-of-seven-Serie 2:0 in Führung ging, glich Ingolstadt durch ein 5:2 (0:0, 4:2, 1:0) bei der Düsseldorfer EG aus.

Loch im Eis sorgt für Unterbrechung

Dabei drohte die Begegnung in Düsseldorf zu einem Skandal zu werden. Wegen eines Lochs im Eis war das Spiel vor dem Schlussdrittel für knapp 90 Minuten unterbrochen. Hätte die Unterbrechung länger als eineinhalb Stunden gedauert, hätten die Gäste nicht mehr antreten müssen.

Große Erleichterung herrschte bei den Mannheimern, die schon das erste Halbfinale am Freitag nach einem 0:3- und 1:4-Rückstand drehten und in der Verlängerung mit 5:4 gewannen.

Wolfsburg startet furios

Vor 4247 Zuschauern in Wolfsburg legten die Gastgeber einen Blitzstart hin. Tyler Scofield sorgte in Überzahl für die Führung (6.), Sergej Stas und Jeffrey Likens (beide 8.) erhöhten auf 3:0. Doch wie bereits in Spiel eins kam der Favorit zurück. Andrew Jourdrey in Überzahl (10.) und Frank Mauer (17.) brachten die Adler noch vor der ersten Drittelpause auf 2:3 heran.

Im Mittelabschnitt blieb die Partie temporeich, beiden Mannschaften boten sich weitere Chancen. Kurz vor dem Ende des zweiten Drittels sorgte Matthias Plachta (40.) für den Ausgleich. Im letzten Drittel wollte kein Team den entscheidenden Fehler machen, es blieb bis kurz vor dem Ende spannend.

Mauer (57.) sorgte mit seinem zweiten Treffer in Überzahl für die Vorentscheidung. Marcus Kink (59.) erzielte den Endstand, als die Wolfsburger ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatten.

Ingolstadt bestraft Düsseldorfer Nachlässigkeiten

Die Mehrzahl der 12.373 Besucher in Düsseldorf träumten nach den Treffern von Alexander Preibisch (25.) und Thomas Dolak (28.) vom zweiten Sieg des achtmaligen deutschen Meisters.

Doch Ingolstadt behielt trotz des Rückstandes und der 1:2-Niederlage nach Verlängerung am Freitag die Nerven und bestrafte Düsseldorfer Nachlässigkeiten eiskalt. Thomas Greilinger (28.), Petr Talicek (31.), John Laliberte (34.) und Jeffrey Szwez (40.) drehten die Begegnung. Den Endstand stellte Brandon Buck (59.) her.

Die Halbfinal-Serie wird am Dienstag mit dem dritten Spieltag in Ingolstadt und Mannheim (beide 19.30 Uhr in den LIVESCORES) fortgesetzt. Vier Siege sind zum Einzug ins Finale notwendig.

Stenogramme:

Grizzly Adams Wolfsburg - Adler Mannheim 3:5 (3:2, 0:1, 0:2)

Tore: 1:0 Scofield (5:01), 2:0 Stas (7:06), 3: 0 Likens (7:35), 3:1 Joudrey (9:58), 3:2 Mauer (16:07), 3:3 Plachta (39:47), 3:4 Mauer (57:00), 3:5 Kink (58:51)
Schiedsrichter: Piechaczek/Schukies (Landsberg/Herne)
Zuschauer: 4247
Strafminuten: Wolfsburg 20 - Mannheim 16.
Playoff-Stand: 0:2

Düsseldorfer EG - ERC Ingolstadt 2:5 (0:0, 2:4, 0:1)

Tore: 1:0 Preibisch (24:32), 2:0 Dolak (27:00), 2:1 Greilinger (27:26), 2:2 Taticek (30:30), 2:3 Laliberte (33:00), 2:4 Szwez (39:53), 2:5 Buck (58:06)
Schiedsrichter: Brüggemann/Rohatsch (Iserlohn/Lindau)
Zuschauer: 12.373
Strafminuten: Düsseldorf 6 - Ingolstadt 4
Playoff-Stand: 1:1

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