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Nürnbergs Jason Jaspers (l.) und Mannheims Nikolai Goc kämpfen um den Puck
Nürnbergs Jason Jaspers (l.) und Mannheims Nikolai Goc kämpfen um den Puck © Imago

Ein erfahrener Topfavorit, ein ehrgeiziger Emporkömmling, ein stürmischer Titelverteidiger und fünf hochmotivierte Außenseiter: Mit den Playoffs beginnt im deutschen Eishockey am Mittwoch endlich die heiße Saisonphase (ab 19.30 Uhr in den LIVESCORES auf SPORT1.de und in der SPORT1 App)- und für Spannung ist reichlich gesorgt.

Vorrundenprimus Adler Mannheim geht zwar mit den größten Titelchancen ins Meisterrennnen, doch Viertelfinal-Gegner Nürnberg Ice Tigers will nach den Eisbären Berlin in den Pre-Playoffs das nächste Eishockey-Schwergewicht aus dem Weg räumen. "Die Nürnberger haben eine starke Offensive", warnte Adler-Star Jochen Hecht vor dem Auftaktspiel am Mittwoch: "Wir müssen uns auf das konzentrieren, was uns in der Hauptrunde so stark gemacht hat."

Der 37-Jährige könnte mit seiner Erfahrung von 14 Jahren NHL (833 Spiele) ein entscheidender Faktor in den K.o.-Spielen im Modus best-of-seven sein. Zwar spielte sein Körper in dieser Saison nicht immer mit, die Übersicht des Routiniers vor allem in hektischen Situationen ist aber unbestritten. "Ich bin hundert Prozent fit", sagte Hecht. Ohnehin geht der siebenmalige Meister ohne Verletzungssorgen ins Viertelfinale.

Die Nürnberger spielen mit dem sprichwörtlichen Messer zwischen den Zähnen, denn durch die beiden Finalniederlagen 1999 und 2007 gegen die Mannheimer sind die Adler so etwas wie der Erzrivale der Tigers. "Wir werden versuchen, auch Mannheim zu schlagen", versprach Jason Jaspers, der in der Runde zuvor den Siegtreffer zum 2:1 gegen DEL-Rekordmeister Berlin erzielt hatte.

Auf dem Papier ist aber Red Bull München Mannheims ärgster Rivale im Kampf um den Titel. Der Vorrundenzweite tritt im Viertelfinale gegen den EHC Wolfsburg mit hohen Zielen an. "Es geht darum, Titel zu gewinnen", sagte Trainer Don Jackson. Die Wolfsburger treten nach dem erfolgreichen Pre-Playoff gegen die Krefeld Pinguine mit neuem Selbstbewusstsein an.

Auch Titelverteidiger ERC Ingolstadt rechnet sich Chancen aufs Finale aus, dafür muss er aber zunächst die Iserlohn Roosters ausschalten.

Im vierten Viertelfinale am Mittwoch treffen die Hamburg Freezers und die Düsseldorfer EG im Duell der Außenseiter aufeinander. Die sportlich in den vergangenen Jahren in der Versenkung verschwundene DEG hat ihr Saisonziel bereits jetzt weit übertroffen. Die Hamburger erwarten mit ihrem verletzungsgebeutelten Mini-Kader keine Wunderdinge.

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