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EHC München-DEL
Red Bull München steht kurz vor einem "Sweep" © Getty Images

Premiere fast perfekt: Nur noch ein Sieg fehlt dem Vorrundenmeister im Playoff-Duell mit Straubing auf dem Weg zum Halbfinale. Die Eisbären krallen sich die Führung.

Vorrundensieger Red Bull München rast im Eiltempo seinem ersten Playoff-Halbfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft entgegen.

Die Mannschaft von Trainer Don Jackson fuhr im dritten Viertelfinalspiel der Best-of-seven-Serie gegen die Straubing Tigers mit 4:0 (2:0, 2:0, 0:0) den dritten Sieg ein und kann damit bereits am Dienstag (19.30 Uhr) im vierten Spiel in Straubing das Weiterkommen perfekt machen.

"Dieses Spiel war unser bestes", sagte Jackson: "Wir waren stark in der Offensive und in der Defensive." Torhüter David Leggio feierte bereits seinen zweiten Shutout im dritten Playoff-Spiel.

Den zweiten von vier notwendigen Schritten in die nächste Runde machten am Sonntag die Eisbären Berlin mit einem 5:1 (2:0, 2:0, 1:1) gegen die Kölner Haie, die Nürnberg Ice Tigers mit dem 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) bei den Iserlohn Roosters und die Grizzlys Wolfsburg, die gegen die Düsseldorfer EG 5:1 (0:1, 2:0, 3:1) gewannen.

"Es steht erst 1:2, es ist noch nichts verloren", sagte DEG-Kapitän Daniel Kreutzer bei ServusTV.

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Eisbären krallen sich die Führung

In München legten Konrad Abeltshauser und Jerome Samson mit ihren Treffern im ersten Drittel den Grundstein zum dritten Sieg gegen den Vorrundenneunten, der sich in den Vor-Play-offs gegen Vizemeister ERC Ingolstadt durchgesetzt hatte. 

Als Mads Christensen in der 22. und 27. Minute auf 4:0 erhöhte, war die Entscheidung in der Olympia-Eishalle gefallen.

Erstmals in der Serie in Führung gingen Berlin, Wolfsburg und Nürnberg. Nach der Auftaktniederlage feierte das Team von Eisbären-Trainer Uwe Krupp gegen dessen Ex-Verein Köln im zweiten Anlauf vor eigenem Publikum den ersten Erfolg.

Florian Busch und André Rankel stellten vor 14.200 Zuschauern in Drittel eins die Weichen auf Sieg, im Mittelabschnitt erhöhten Travis Mulock und Spencer Machacek auf 4:0. "Oldie" Mirko Lüdemann gelang nur noch der Ehrentreffer für die Haie. Constantin Braun stellte den Endstand her.

Ingolstadt plant für die Zukunft

Wie in Berlin gab es auch in Wolfsburg den ersten Heimsieg in der Serie. Die Grizzlys rangen den achtmaligen Meister DEG nieder. Die Führung der Düsseldorfer durch Ken Andre Olimb in Überzahl glich Wolfsburgs James Sharrow vor 3842 Zuschauern in Unterzahl aus. Tyler Haskins, zweimal Gerrit Fauser und Sebastian Furchner machten für die Niedersachsen alles klar.

Brendan Segal und Steven Reinprecht trafen für Nürnberg, Cody Sylvester verkürzte für Iserlohn. Für den Endstand sorgten Marius Möchel und David Steckel.

Die Weichen für ihre sportliche Zukunft stellten unterdessen die Ingolstädter. Nach dem frühen K.o. bleibt in der kommenden Saison Kurt Kleinendorst Cheftrainer. Dies gaben die Panther am Sonntag bekannt.

Unter Kleinendorst hatte der ERC in 31 Spielen 52 Punkte geholt, nur drei Teams der Deutschen Eishockey Liga (DEL) waren in dieser Spanne erfolgreicher.

Die Spiele im Stenogramm:

Eisbären Berlin - Kölner Haie 5:1 (2:0, 2:0, 1:1)
Tore: 1:0 Busch (0:51), 2:0 Rankel (16:37), 3:0 Mulock (32:18), 4:0 Müller (36:10), 4:1 Lüdemann (46:26), 5:1 Braun (52:03)
Schiedsrichter: St. Bauer/Schukies (Nürnberg/Herne)
Zuschauer: 14.200
Strafminuten: Berlin 34 - Köln 45 plus Disziplinar (M. Müller) plus Disziplinar (Boucher) plus Spieldauer-Disziplinar (Ohmann)
Play-off-Stand: 2:1
    
Grizzlys Wolfsburg - Düsseldorfer EG 5:1 (0:1, 2:0, 2:0)
Tore: 0:1 Olimb (10:17), 1:1 Sharrow (27:11), 2:1 Haskins (35:50), 3:1 Fauser (53:05), 4:1 Fauser (55:22), 5:1 Furchner (58:06)
Schiedsrichter: Brill/Piechaczek (Zweibrücken/Landsberg)
Zuschauer: 3842
Strafminuten: Wolfsburg 10 - Düsseldorf 12 plus Disziplinar (Schüle)
Play-off-Stand: 2:1
    
Iserlohn Roosters - Thomas Sabo Ice Tigers 1:4 (0:1, 1:1, 0:2)
Tore: 0:1 Segal (10:25), 0:2 Reinprecht (20:22), 1:2 Sylvester (39:29), 1:3 Möchel (49:42), 1:4 Steckel (55:52)
Schiedsrichter: Rohatsch/Schimm (Lindau/Waldkraiburg)
Zuschauer: 4967
Strafminuten: Iserlohn 11 plus Spieldauer-Disziplinar (Dupont) - Nürnberg 8
Play-off-Stand: 1:2
    
Red Bull München - Straubing Tigers 4:0 (2:0, 2:0, 0:0)
Tore: 1:0 Abeltshauser (9:17), 2:0 Samson (13:29), 3:0 Christensen (21:11), 4:0 Christensen (26:37)
Schiedsrichter: Schütz/Brüggemann (Bad Aibling/Iserlohn)
Zuschauer: 6142
Strafminuten: München 18 - Straubing 11 plus Spieldauer-Disziplinar (Brandl)
Play-off-Stand: 3:0

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