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Andreas Falk von den Kölner Haien
Kölns Andreas Falk (r.) erzielte zwei Tore gegen den Meister aus Mannheim © DPA-Picture alliance

Die Kölner besiegen Titelverteidiger Mannheim im entscheidenden Duell der Pre-Playoffs - nur 2006 waren die Adler schlechter. Ein Schwede ragt beim KEC heraus.

Titelverteidiger Adler Mannheim ist im Kampf um die deutsche Eishockey-Meisterschaft frühzeitig gescheitert. Der siebenmalige Titelträger verlor das entscheidende dritte Duell der Pre-Playoffs in der DEL bei den Kölner Haien mit 2:4 (0:1, 1:2, 1:1) und verpasste erst zum zweiten Mal in den vergangenen zehn Spielzeiten den Sprung unter die letzten Acht.

Köln, das im Vorjahr die Playoffs verpasst hatte, trifft im Viertelfinale (Best of Seven) auf die Eisbären Berlin. Für die Haie schossen in der mit 11.183 Zuschauern nur mäßig gefüllten Arena Charlie Stephens (18.), Patrick Hager (26.) und Andreas Falk (37.) eine 3:0-Führung heraus. (DATENCENTER: Die DEL-Playoffs)

Der langjährige NHL-Profi Marcel Goc (39.) brachte die Gäste noch einmal heran, mit seinem zweiten Treffer machte der Schwede Falk (54.) aber alles klar. Mannheims zweites Tor durch Jonathan Rheault (57.) war nur noch Ergebniskosmetik.

"Wir dürfen nicht um den heißen Brei herumreden. Das ist eine große Enttäuschung und ein ganz bitterer Tag für uns", sagte Adler-Gesellschafter Daniel Hopp.

Manager Teal Fowler meinte: "Wir sind selbst schuld, haben uns den schwierigsten Weg ausgesucht. Das heutige Spiel war ein Spiegelbild der ganzen Saison, wir waren nicht konstant genug." 

Adler nur 2006 schlechter

Mannheim, nach einer ganz schwachen zweiten Saisonhälfte nur Zehnter der Vorrunde, war zuletzt in der Saison 2009/10 in den Pre-Playoffs gescheitert.

Schlechter hatten die Adler nur 2005/06 abgeschnitten, als sie zum einzigen Mal seit Einführung der K.o.-Runde die Play-offs verpasst hatten.

Vizemeister ERC Ingolstadt war nach zwei Niederlagen gegen die Straubing Tigers bereits am Freitag in den Pre-Playoffs gescheitert, will aber an seiner sportlichen Führung festhalten.

Sportdirektor Jiri Ehrenberger, wegen des enttäuschenden Saisonverlaufs beim Meister von 2014 seit Monaten in der Kritik, einigte sich mit der Klubführung auf eine Verlängerung des auslaufenden Vertrages. "Wir wollen etwas aufbauen", sagte der 60-Jährige dem Donaukurier.

Kleinendorst soll bleiben

Auch mit Trainer Kurt Kleinendorst wollen die Oberbayern weiter zusammenarbeiten. "Unser Wunsch ist, dass er bleibt", sagte Ehrenberger.

Der Amerikaner, der den ERC im November im Tabellenkeller übernommen und noch in die Vor-Play-offs geführt hatte, zögerte zuletzt allerdings mit Vertragsgesprächen für die kommende Saison.

"Wir können ihn ja nicht zwingen", sagte Ehrenberger. Das Aus schon vor dem Viertelfinale war auch für den Sportdirektor ein Schock.

"Das Team hat die Qualität gehabt", meinte er nach der zweiten Niederlage in der Best-of-three-Serie gegen den Außenseiter Straubing.

Die ausgezeichnete Bilanz gegen die Tigers mit zwölf Siegen in Serie habe dem einen oder anderen "vielleicht den Blick vernebelt", sagte Ehrenberger. Jetzt wolle er - möglichst zusammen mit Kleinendorst - "das Team verjüngen".

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