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Im Duell der bayerischen Tabellennachbarn kann sich der Gast aus Ingolstadt in Augsburg durchsetzen und einen ordentlichen Sprung in der Tabelle machen.

Der ERC Ingolstadt hat im bayerischen Derby gegen die Augsburger Panther seinen vierten Saisonsieg eingefahren.

Durch das spektakuläre 5:4 (1:1, 2:1, 2:2) verbesserten sich die Oberbayern vorerst auf den siebten Platz. (SERVICE: Die DEL-Tabelle)

Gleich zu Beginn des Duells der beiden Tabellennachbarn war ordentlich Feuer drin. Die Stimmung auf den Rängen tat ihr Übriges. Nach einigen guten Chancen auf beiden Seiten eröffnete schließlich Ingolstadt Danny Irmen (12.) den Torreigen.

Augsburgs Antwort lieferte T.J. Trevelyan, nachdem ihm in Überzahl etwas glücklich ein abgeprallter Schuss direkt vor dem Tor auf den Schläger fiel. Der Kanadier blieb cool und verwandelte unhaltbar für Timo Pielmeier zum Ausgleich (17.).

Premierentreffer und Baseball-Tor

Auch im zweiten Drittel ging es hin und her. Chancen gab es auf beiden Seiten zur Genüge. Ingolstadt nutzte seinerseits das erste Überzahlspiel zu erneuten Führung. Peter Pohl netzte in der 29. Minute. Kurze Zeit später klingelte es erneut. Thomas Oppenheimer erzielte seinen ersten Treffer für Ingolstadt (32.).

"Das freut mich natürlich, aber wichtig war, dass wir hier die drei Punkte mitgenommen haben. Bei uns in der Liga ist jeder Punkt wertvoll. Heute haben wir drei mitgenommen und das ist gut so", sagte der Premieren-Torschütze nach dem Spiel bei SPORT1.

Die Hausherren aber schüttelten sich nur kurz. Trevor Parkes sorgte für den Anschlusstreffer (34.) und legte den Grundstein für ein heißes Schlussdrittel.

Dort war es erneut Trevelyan, der in der 43. Minute den Puck aus Hüfthöhe in Baseball-Manier ins Netz hämmerte. Die Freude hielt allerdings nur kurz. Quasi im direkten Gegenzug traf Ingolstadts Benedikt Schopper per Gewalt-Schuss von der blauen Linie zur erneuten Führung.

Irre Schlussminute

"Es war ein gutes Spiel - ging rauf und runter. Wir haben das ein oder andere Tor zu leicht hergegeben und im Gegenzug unsere Chancen nicht gemacht. Man muss aber auch sagen, dass Pielmeier heute sehr gut gehalten hat", analysierte Augsburgs Stürmer Thomas Holzmann im SPORT1-Interview.

Irmen sorgte 47 Sekunden vor Schluss mit dem Empty Netter für den vermeintlichen Entscheidungstreffer. Dennoch wurde es nochmal spannend, weil Ben Hanowski 15 Sekunden vor dem Ende zum 4:5 traf.

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Danach kamen die Augsburger aber nicht mehr gefährlich vors Tor und Ingolstadt durfte jubeln.

"Wir müssen daraus lernen und einfacher spielen. Wir haben zum Schluss viel zu viele Fehler gemacht, aber im Endeffekt zählen die drei Punkte - der Rest ist mir heute ziemlich egal", so Oppenheimer bei SPORT1 zur kuriosen Schlussphase.

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