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Das Straßenbahn-Derby am 10. Spieltag der DEL in Krefeld geht in die Verlängerung. Dort sind die Gäste aus Düsseldorf dank ihres Topscorers die Glücklicheren.

Die Düsseldorfer EG hat am 10. Spieltag der DEL in einem dramatischen Straßenbahn-Derby bei den Krefeld Pinguinen die Oberhand behalten.

Nach dem 3:2-Sieg nach Verlängerung überholte die DEG die nun punktgleichen Pinguine in der Tabelle und verbesserte sich auf Platz elf (SERVICE: Die Tabelle).

Beide Trainer setzen auf frische Torhüter

DEG-Trainer Christof Kreutzer sorgte vor Spielbeginn für eine große Überraschung. Anstelle von Stammtorwart Mathias Niederberger hütete erstmals in dieser Saison Felix Bick das DEG-Gehäuse von Beginn an.

Auch Franz Fritzmaier nahm einen Torhüterwechsel vor. Für Patrick Galbraith, der am Freitag beim 7:3-Auswärtssieg in Straubing im Kasten stand, startete NHL-Rückkehrer Niklas Treutle für die Pinguine.

Die Anfangsphase des ersten Drittels war geprägt von einem vorsichtigen Abtasten beider Teams, die sehr diszipliniert agierten und bedacht waren, wenige Fehler zu machen. Auch auf den Rängen wollte noch keine rechte Derby-Stimmung aufkommen.

Das änderte sich in der 16. Spielminute. Dragan Umicevic setzte sich an der Bande stark durch und zog vor das Tor, wo er Bick umkurvte und aus spitzem Winkel zum 1:0 für Krefeld traf.

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Zu Beginn des zweiten Drittels überschlugen sich zunächst die Ereignisse. In Unterzahl glich die DEG in der 23. Minute aus. Marcel Brandt bekam die Scheibe nach einem Konter perfekt auf den Schläger serviert und hämmerte den Puck in den Winkel. Die Schiedsrichter mussten sich das Tor zwar noch einmal per Video ansehen, erkannten den Treffer nach Ansicht der TV-Bilder aber an.

Die Gästefans feierten noch den Ausgleich, als die Pinguine wieder in Führung gingen. Erneut war es der Schwede Umicevic, der das Heimteam nach schönem Pass von Marcel Müller bei 5:3-Überzahl in Führung brachte.

Die stark ersatzgeschwächten Gäste bewiesen jedoch erneut Moral. Lediglich 15 Sekunden nach Umicevic' zweitem Tor glich Alexander Barta nach schöner Vorarbeit von Eduard Lewandowski aus.

Bick hält die DEG im Spiel

Nach einer kurzen Phase der Erholung übernahmen die Pinguine wieder das Kommando auf dem Eis. Bick hielt die DEG mit einigen guten Paraden bis zur letzten Drittelpause im Spiel.

Der letzte Abschnitt sah zunächst dominierende Gäste, ein Tor fiel auf beiden Seiten jedoch nicht mehr.

Krefeld wähnte sich 56 Sekunden vor dem Ende bereits als Derby-Sieger, die Schiedsrichter gaben den vermeintlichen Siegtreffer von Christian Kretschmann nach Ansicht der Videobilder jedoch nicht. Mark Mancari hatte DEG-Torwart Bick bei Kretschmanns Schuss im Torraum behindert.

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In der folgenden Verlängerung sorgte DEG-Torjäger Norman Milley bereits nach 30 Sekunden für die Entscheidung. Nachdem Treutle einen Schuss nur nach vorne abprallen ließ, war der Kanadier zur Stelle.

"Bitter, dass wir nur einen Punkt mitgenommen haben. Wir hätten uns drei verdient gehabt", sagte der enttäuschte Krefelder Marcel Müller nach der Partie zu SPORT1.

Besserer Laune war Felix Bick, der bei seinem ersten Saisoneinsatz gleich zum "Man of the Match" gewählt wurde: "Ein Derby-Sieg fühlt sich immer gut an."

Das Spiel im Stenogramm: 

Krefeld Pinguine - Düsseldorfer EG 2:3 (1:0, 1:2, 0:0, 0:1) n.V.
Tore: 1:0 Umicevic (15:39), 1:1 Brandt (22:02), 2:1 Umicevic (23:29), 2:2 Barta (23:44), 2:3 Milley (60:31)
Schiedsrichter: Brüggemann/Brill (Iserlohn/Zweibrücken)
Zuschauer: 6247
Strafminuten: Krefeld 6 - Düsseldorf 8

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