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Die Münchner Spieler feiern das entscheidende Tor in der letzten Spielminute © Imago

Meister Red Bull München dreht eine schon verloren geglaubte Partie. Da die Kölner Haie in Straubing verlieren, liegt der Titelverteidiger fünf Punkte vor den Verfolgern.

Titelverteidiger Red Bull München hat nach der Länderspielpause mit einem fulminanten Schlussspurt seine Tabellenführung in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ausgebaut.

Die Bayern besiegten nach einem 1:3-Rückstand die Iserlohn Roosters noch mit 4:3 (1:1, 0:1, 3:1). Verfolger Kölner Haie patzte beim Wiederbeginn nach dem Deutschland Cup mit 2:3 (0:0, 1:3, 1:0) beim Schlusslicht Straubing Tigers und liegt nun fünf Punkte zurück (SERVICE: Die Tabelle).

Auch Vizemeister Grizzlys Wolfsburg auf Rang drei stolperte mit 1:2 (0:1, 1:0, 0:1) gegen die Augsburger Panther. Die Adler Mannheim setzten sich dagegen mit 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) bei der Düsseldorfer EG durch und zogen an den Wolfsburgern vorbei.

Der ERC Ingolstadt behauptete sich mit dem 4:1 (0:0, 2:0, 2:1) bei den Krefeld Pinguinen ebenso in der Spitzengruppe wie die Nürnberg Ice Tigers mit dem 5:2 (1:0, 3:1, 1:1) gegen die Eisbären Berlin. Neuling Fischtown Pinguins Bremerhaven, bislang die Überraschung der Saison, kassierte gegen den Vorletzten Schwenninger Wild Wings eine bittere 1:5 (0:0, 0:2, 1:3)-Heimpleite.

Christensen trifft zum Sieg

In München schien die Entscheidung zu Beginn des Schlussdrittels gefallen, als Dylan Wruck (45.) die Sauerländer mit 3:1 in Führung brachte. Doch Yannic Seidenberg (52.), Keith Aucoin (56.) und Mads Christensen (60.) drehten noch das Spiel.

Mit drei Toren innerhalb von neun Minuten ging Straubing im Mittelabschnitt entscheidend mit 3:0 in Führung. Wolfsburg musste sich nach einem Doppelpack des Augsburgers Trevor Parkes geschlagen geben.

Raedeke trifft ins eigene Netz

Mannheim geriet in Düsseldorf durch ein kurioses Tor in Rückstand. Nationalspieler Brent Raedeke wollte den Puck mit dem Schlittschuh aus der Gefahrenzone kicken, beförderte die Scheibe aber ins eigene Tor (3.). Der Treffer wurde DEG-Stürmer Manuel Strodel zugeschrieben. Erst in der 22. Minute gelang den drückend überlegenen Adlern durch Christoph Ullmann der Ausgleich. Drei Minuten vor Schluss besiegelte Chad Kolarik die siebte Düsseldorfer Niederlage.

Die Spiele im Stenogramm:

Fischtown Pinguins Bremerhaven - Schwenninger Wild Wings 1:5 (0:0, 0:2, 1:3)
Tore: 0:1 Giliati (32:39), 0:2 Herpich (35:12), 0:3 Giliati (40:24), 1:3 Dejdar (49:20), 1:4 Danner (51:33), 1:5 El-Sayed (53:46)
Schiedsrichter: Aumüller/Köttstorfer (Planegg/Bad Aibling)
Zuschauer: 4429
Strafminuten: Bremerhaven 12 - Schwenningen 6 

Red Bull München - Iserlohn Roosters 4:3 (1:1, 0:1, 3:1)
Tore: 0:1 Milam (17:11), Kahun (19:06), 1:2 Rallo (28:50), 1:3 Wruck (44:42), 2:3 Seidenberg (51:39), 3:3 Aucoin (55:30), 4:3 Christensen (59:11)
Schiedsrichter: Hunnius/Schrader (Berlin/Essen)
Zuschauer: 3410
Strafminuten: München 16 - Iserlohn 12

Straubing Tigers - Kölner Haie 3:2 (0:0, 3:1, 0:1)
Tore: 1:0 Röthke (24:04), 2:0 Brandl (31:20), 3:0 Hedden (33:46), 3:1 Hospelt (35:41), 3:2 Jones (55:18)
Schiedsrichter: Klein/Vinnerborg (Stuttgart/Schweiz)
Zuschauer: 4218
Strafminuten: Straubing 12 - Köln 16 

Düsseldorfer EG - Adler Mannheim 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)
Tore: 1:0 Daschner (02:18), 1:1 Ullmann (21:06), Kolarik (56:56)
Schiedsrichter: Brüggemann/Iwert (Iserlohn/Harsefeld)
Zuschauer: 12.878
Strafminuten: Düsseldorf 8 - Mannheim 2 

Nürnberg Ice Tigers - Eisbären Berlin 5:2 (1:0, 3:1, 1:1)
Tore: 1:0 Dupuis (19:46), 1:1 Gervais (32:31), 2:1 Pföderl (33:27), 3:1 Möchel (36:11), 4:1 Reimer (39:49), 4:2 Dupont (50:43), 5:2 Kozek (54:07)
Schiedsrichter: Brill/Kopitz (Zweibrücken/Berlin)
Zuschauer: 5120
Strafminuten: Nürnberg 10 - Berlin 12 

Grizzlys Wolfsburg - Augsburger Panther 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)
Tore: 0:1 Parkes (13:54), 1:1 Pfohl (30:59), 1:2 Parkes (55:52)
Schiedsrichter: Piechaczek/Rohatsch (Landsberg/Lindau)
Zuschauer: 2154
Strafminuten: Wolfsburg 10 - Augsburg 10 

Krefeld Pinguine - ERC Ingolstadt 1:4 (0:0, 0:2, 1:2)
Tore: 0:1 Buck (23:21), 0:2 Pohl (33:47), 1:2 Müller (45:31), 1:3 Taticek (47:00), 1:4 Schopper (59:11)
Schiedsrichter: S. Bauer/Steinecke (Nürnberg/Erfurt)
Zuschauer: 4144
Strafminuten: Krefeld 8 - Ingolstadt 6

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