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Beide Torhüter hatten beim bayerischen Derby viel zu tun © SPORT1

Die Nürnberg Ice Tigers gewinnen am 34. DEL-Spieltag in Ingolstadt. Nach dem achten Sieg in Folge bleiben die Franken erster Verfolger von Spitzenreiter München.

Die Nürnberg Ice Tigers bleiben das heißeste Team in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Der Tabellenzweite gewann am 34. Spieltag mit 4:3 beim ERC Ingolstadt und feierte den achten Sieg in Folge. Da Tabellenführer EHC Red Bull München bei den Kölner Haien verlor, beträgt der Rückstand der Nürnberger auf den Tabellenführer nur noch drei Punkte (SERVICE: Die Tabelle).

Das Heimteam begann im 65. Derby zwischen den beiden bayerischen DEL-Konkurrenten mit Timo Pielmeier im Tor. Verzichten musste Trainer Tony Samuelsson dagegen unter anderem auf John Laliberte, der sich im letzten Ligaspiel bei der Düsseldorfer EG am vergangenen Freitag (2:1 n.V.) eine Handverletzung zuzog und etwa einen Monat ausfallen wird. 

Im ersten Drittel sahen die 4816 Zuschauer in der ausverkauften Saturn-Arena eine interessante und kurzweilige Partie. 

Die Hausherren gingen in der 7. Spielminute in Front. Jean-François Jacques erzielte mit seinem ersten Tor seit 18 Spielen nach schönem Pass von Martin Buchwieser aus kurzer Distanz die Panther-Führung. Diese hielt jedoch nur ganze 64 Sekunden: Sasa Martinovic überwand Pielmeier mit einem Hammer in den Winkel.

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Ingolstadt verliert den besten Scorer

Kurz davor verletzte sich ERC-Topscorer Brandon Buck bei einem Check gegen die Bande. Wegen einer Platzwunde an der Augenbraue war für den Kanadier die Partie vorzeitig beendet.

Noch vor Ende der ersten zehn Spielminuten fiel der nächste Treffer. Dustin Friesen war zur erneuten Ingolstädter Führung zur Stelle. Marco Pfleger stellte mit seinem achten Saisontor (15.) den Spielstand wieder gleich.

Im zweiten Drittel dominierten zu Beginn die Ice Tigers. David Steckel brachte den Tabellenzweiten folglich erstmals in Führung (24.).

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Trotz guter Chancen, die Jochen Reimer allesamt entschärfte, und einigen Überzahlsituationen gelang Ingolstadt bis zur letzten Drittelpause nicht mehr der erneute Ausgleich.

Reinprecht schlägt aus Ausrutscher Kapital

Der letzte Abschnitt begann mit einem Paukenschlag. Nach einem Ausrutscher auf Seiten der Panther schnappte sich Patrick Reimer nach wenigen Sekunden die Scheibe und bediente mit einem feinen Querpass Routinier Steven Reinprecht, der sicher zum 4:2 für Nürnberg vollendete.

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Mehr als der Anschluss durch Petr Pohl (50.) wollte den nie aufgebenden Ingolstädtern nicht mehr gelingen.

"Wir wollten mit einem Sieg ins neue Jahr starten. Entscheidend war, dass wir im ersten Drittel zweimal ausgeglichen haben", sagte Ice-Tigers-Torwart Jochen Reimer, der zum besten Spieler gewählt wurde,  im Gespräch mit SPORT1.

Das Spiel im Stenogramm:

ERC Ingolstadt - Thomas Sabo Ice Tigers 3:4 (2:2, 0:1, 1:1)
Tore: 1:0 Jacques (6:51), 1:1 Martinovic (7:55), 2:1 Friesen (9:49), 2:2 Pfleger (15:00), 2:3 Steckel (23:54), 2:4 Reinprecht (40:12), 3:4 Pohl (49:20)
Schiedsrichter: Piechaczek/Schütz (Landsberg/Bad Aibling)
Zuschauer: 4815
Strafminuten: Ingolstadt 12 - Nürnberg 10

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