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2016 reloaded? Der EHC Red Bull München führt nach zwei Finalspielen erneut mit 2:0 in der Serie gegen die Grizzlys Wolfsburg - wie bereits im Vorjahr.

Der EHC Red Bull München hat auch das zweite Spiel im DEL-Finale gegen die Grizzlys Wolfsburg gewonnen und führt nun mit 2:0 in der Best-of-seven-Serie.

Die Gäste drehten dabei in der ausverkauften Eis Arena Wolfsburg die Partie und gewannen mit 3:2. Wolfsburg hatte bereits mit 2:0 geführt.

Das Tempo zu Beginn der Partie war sofort auf Final-Niveau. München kam gewohnt aggressiv aus der Kabine, Wolfsburg hielt dagegen und erzielte in der 8. Minute den Führungstreffer.

Nick Johnson nutzte einen kapitalen Abwehrfehler der Münchner Defensive zur 1:0-Führung. Matt Smaby spielte ein Querpass vor dem Tor direkt auf den Schläger von Johnson, der aus den Birken aus zwei Metern keine Chance ließ.

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Kurze Zeit später aber verpasste Wolfsburg die große Chance, die Führung zu erhöhen. Die Hausherren konnten eine lange doppelte Überzahl von 1:47 Minuten nicht in ein Tor ummünzen. München bewies einmal mehr, warum es in den Playoffs das beste Team in Unterzahl ist. 

Im zweiten Abschnitt konterten die Grizzlys blitzschnell. Alexander Weiss und Johnson fanden sich plötzlich in einer 2-gegen-1-Situation wieder. Erneut war es Johnson, der einnetzte (24.).

Wolf erzielt 300. DEL-Tor

München leistete sich zu viele Strafen (insgesamt zwölf Strafminuten - Wolfsburg sechs). Das Glück der Gäste: Wolfsburg konnte keine einzige Überzahlsituation nutzen. Vielmehr zeigten sich die Hausherren schläfrig mit einem Mann mehr. Maximilian Kastner kam so zum Anschlusstreffer in Unterzahl (25.).

Wie man Überzahlt richtig ausspielt, zeigten die Münchner nur kurze Zeit später. Michael Wolf erzielte in der 37. Spielminute – im ersten Powerplay der Gäste -  seinen 300. DEL-Treffer.

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Der Meister war jetzt richtig in der Partie. Kurz vor Ende des zweiten Drittels schnappten sich die Münchner die erste Führung. Frank Mauer verwandelte einen traumhaften Pass von Dominik Kahun zur ersten bayerischen Führung (40.).

Im Abschlussdrittel beraubten sich die Grizzlys um wertvolle Offensivzeit. Tyson Mulock handelte sich eine Strafzeit wegen Haltens ein, Christoph Höhenleitner wegen Stockschlags gegen Konrad Abeltshauser. Die Münchner konnten jedoch zum Glück der Wolfsburger beide Überzahlsituationen nicht nutzen.

Wolfsburg setzte nochmal zur Schlussoffensive an, biss sich aber an der starken Münchner Defensive und einem Danny aus den Birken in Hochform die Zähne aus. "Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, haben aber leider zehn Minuten verpennt und München nutzt sowas natürlich aus", resümierte Wolfsburgs Alexander Weiss am SPORT1-Mikrofon.

Unterzahltreffer der "Dosenöffner"

Der 30-Jährige gab sich aber hinsichtlich des schweren Auswärtsspiel in München am Donnerstag (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) positiv gestimmt: "Wir werden zurückschlagen. Wir werden härter arbeiten, um die nächsten Spiele für uns zu entscheiden."

Auch Münchens Matchwinner Frank Mauer äußerte sich bei SPORT1. "Nach dem 2:0 waren die Wolfsburger gut am Drücker. Aber wir haben uns auf unsere Stärken besinnt. Der Unterzahltreffer war dann so etwas wie der Dosenöffner. Dann sind wir einfach wieder gelaufen, gelaufen, gelaufen und haben die Tore gemacht", sagte Mauer und fügte hinzu:

"Wolfsburg ist immer eine zähe Nummer, ich denke, dass jedes Spiel noch so laufen wird. Es war nur ein weiterer Sieg, mehr auch nicht. 3:0 oder 2:1 ist ein großer Unterschied. Jetzt geht’s erst einmal nach Hause, regenerieren und am Donnerstag geht’s dann weiter."

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Die Partie im Stenogramm:

Grizzlys Wolfsburg - Red Bull München 2:3 (1:0, 1:3, 0:0)
Tore: 1:0 Johnson (7:20), 2:0 Johnson (23:35), 2:1 Kastner (24:45), 2:2 Wolf (36:26), 2:3 Mauer (39:11)
Schiedsrichter: Piechaczek/Rohatsch (Landsberg/Lindau)
Zuschauer: 4503
Strafminuten: Wolfsburg 6 - München 12
Playoff-Stand: 0:2 

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