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Die Grizzlys Wolfsburg schlagen zurück und gewinnen das dritte DEL-Finalspiel in München. Bereits am Samstag (LIVE im TV auf SPORT1) kommt es zum nächsten Duell.

Es wird noch einmal spannend: Der deutsche Eishockey-Meister Red Bull München muss härter um die erfolgreiche Titelverteidigung kämpfen, als ihm lieb ist.

Im dritten Finalspiel der DEL-Playoffs verlor das phasenweise äußerst genervt wirkende Team von Erfolgstrainer Don Jackson gegen die extrem giftigen Grizzlys Wolfsburg mit 1:2 (1:0, 0:2, 0:0) und führt in der "Best of seven"-Serie nur noch 2:1.

Keith Aucoin (8.) traf vor 6142 Zuschauern in der ausverkauften Olympia-Eishalle zur frühen Münchner Führung. Stephen Dixon (23.) gelang im Mittelabschnitt zunächst der Ausgleich, Brent Aubin (34.) erzielte dann sogar das 2:1 für die Wolfsburger. 

"Wir haben das Spiel auf der Strafbank verloren und zudem am Anfang zu viele Chancen vergeben", sagte Münchens Konrad Abeltshauser bei telekomeishockey.de: "Ich weiß nicht, was im Spielverlauf passiert ist. Das war schlecht. Wir müssen jetzt daraus lernen und uns gut vorbereiten."

Viertes Finalduell am Samstag

Im vierten Duell am Samstag (19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) kann Wolfsburg auf eigenem Eis die Serie ausgleichen. Im Finale des vergangenen Jahres hatten die Bayern den damals sieglosen Niedersachsen keine Chance gelassen und das Finalduell in vier Spielen entschieden, 2011 hatte Wolfsburg glatt in drei Partien gegen die Eisbären Berlin verloren. Diesmal gelang den Grizzlys im zehnten Anlauf endlich der erste Erfolg in einer Endspielserie.

Die Münchner starteten furios in das dritte Endspiel, übten sofort großen Druck aus und drängten die Grizzlys nahezu dauerhaft in die Defensive. Der Treffer von Aucoin aus kurzer Entfernung war fast zwangsläufig, Wolfsburgs überragender Torhüter Felix Brückmann stand praktisch unter Dauerbeschuss. Erst durch ein Powerplay am Ende des ersten Abschnitts befreiten sich die Gäste ein wenig.

Dixon staubt zum Ausgleich ab

Läuferisch und auch physisch hatten die Roten Bullen zunächst ein klares Plus, das Wolfsburger Team von Trainer Pavel Gross wirkte bisweilen gehemmt und ratlos ob der Münchner Wucht. Dennoch kippte das Spiel im Mittelabschnitt. Der Abstauber von Dixon zum 1:1 schien zunächst nur ein Strohfeuer, doch die unangenehmen Wolfsburger durchbrachen den Spielrhythmus des Favoriten immer häufiger und setzten zunehmend offensive Nadelstiche.

Selbst eine Fünf-Minuten-Zeitstrafe gegen Jeffrey Likens nahm den Grizzlys den Aufwind nicht, im Gegenteil: Aubin stocherte kurz nach deren Ablauf die Scheibe über die Münchner Torlinie. Die Stimmung beim Titelverteidiger wurde gereizter, so manche Aktion ließ Frust erkennen. Die Souveränität war dahin.

Brückmann hält den Sieg fest

Der dritte Spielabschnitt begann mit einer 5:3-Überzahl für Wolfsburg. Allerdings ließ der Außenseiter diese große Gelegenheit ungenutzt - und München erhöhte im Anschluss wieder den Druck. Grizzlys-Goalie Brückmann parierte jedoch mehrfach glänzend, die Begegnung ähnelte nun wieder der des Auftaktdrittels. Mit einigen Strafzeiten brachten sich die Münchner allerdings selbst wieder aus dem Rhythmus.

Das Spiel im Stenogramm:

Red Bull München - Grizzlys Wolfsburg 1:2 (1:0, 0:2, 0:0)
Tore: 1:0 Aucoin (7:37), 1:1 Dixon (22:12), 1:2 Aubin (33:24)
Zuschauer: 6142
Strafminuten: München 14 plus Disziplinar (Pinizzotto) plus Disziplinar (Christensen) - Wolfsburg 7 plus Spieldauer-Disziplinar (Likens)
Playoff-Stand: 2:1

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