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Patrick Reimer (l.) traf doppelt für das DEB-Team

München - Patrick Reimer ist gegen die Schweiz konsequent vor dem Tor und ermöglicht den Auftaktsieg beim Deutschland Cup gegen die Schweiz.

Gelungener Auftakt: Das DEB-Team hat sein erstes Spiel beim Deutschland-Cup gegen die Schweiz mit 3:1 (1:0, 1:1, 1:0) gewonnen.

Patrick Reimer (16. Minute/29.) schoss in München den Sieg heraus. Reto Suri (36.) traf für die Eidgenossen, ehe Thomas Oppenheimer (60.) einen Konter im verwaisten Tor zum Endstand unterbrachte.

Damit belegt die Mannschaft von Bundestrainer Pat Cortina vor ihrem zweiten Spiel beim Vier-Nationen-Turnier gegen die Slowakei (Sa., ab 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 u. im STREAM) den zweiten Platz. Die Osteuropäer hatten im Eröffnungsspiel Kanada 4:1 bezwungen.

Deutschland startet kompromisslos

Cortina schickte zunächst die erste Reihe mit Justin Krueger und Sinan Akdag in der Abwehr sowie Routinier Christoph Ullmann, Philip Gogulla und Thomas Oppenheimer im Sturm aufs Eis. Rückkehrer Dennis Endras stand im Tor.

Die Schweiz trat ausnahmslos mit Spielern aus der heimischen National League A an. Dass die Stars aus der NHL um Roman Josi (Nashville Predators), Yannick Weber (Vancouver Canucks) und Reto Berra (Colorado Avalanche) fehlten, machte sich sofort bemerkbar.

Das DEB-Team indes begann, wie von Coach Cortina vorgegeben: kompromisslos in den Zweikämpfen, eng am Mann und mit viel Zug zum Tor.

Nach zwei Minuten hämmerte Oppenheimer einen ersten Schlagschuss aufs Schweizer Tor.

Der Mannheimer Marcus Kink ansatzlos an den Pfosten (3. Minute) und Kapitän Michael Wolf (4.) erhöhten die Schlagzahl, scheiterten aber ebenfalls.

Technischer Defekt bremst DEB-Team

Nicht von Beginn an passive Schweizer, sondern ein technischer Defekt in der Olympiaeissporthalle bremste das engagiert gestartete DEB-Team aus - zunächst.

Nach acht Minute versagte die Hallenuhr. Die Cracks mussten für eine Unterbrechung an die Bande.

Dennoch: Nach Wiederbeginn besann sich die Mannschaft um Wolf auf ihre deutschen Eishockeytugenden: ohne viel Schnörkel, energisch in den Ecken und mit viel Druck auf den Kufen.

Einzig, es kränkelte am Abschluss. Etliche Finten vor dem Tor schlugen fehl. Deutschland reagierte und versuchte das Schweizer Abwehrbollwerk auseinanderzuskaten.

Immer wieder kreuzten die Stürmer miteinander oder suchten den Weg hinters Tor, um ihre Gegenspieler zu binden und Platz für die Distanzschützen aus der zweiten Reihe zu schaffen.

Reimers Tor eröffnet das Spiel

Mit Erfolg. Nachdem der stark aufgelegte Kölner Gogulla (13.) und der Münchner Yannic Seidenberg (14.) noch scheiterten, fand Torjäger Reimer die Lücke.

Ohne Furcht vor einem Schlagschuss aus dem Halbfeld stürzte sich der Nürnberger vor dem Kasten ins Getümmel.

Die Scheibe prallte ab und landete dem 31-Jährigen genau vor der Kelle. Reimer täuschte an, zog mit der Innenseite seines Schlägers aufs kurze Eck und schob den Puck blitzschnell mit der Außenseite am Schoner von Goalie Daniel Manzato vorbei ins Tor.

Das Spiel der Deutschen offenbarte knapp sechs Monate vor der WM in Tschechien aber nicht nur Fortschritte, sondern auch altbekannte Schwächen. So blieb eine Überzahl unmittelbar nach der Pause ungenutzt.

Suri staubt ab

Ebenso versäumten es die DEB-Cracks, wie eigentlich vom Bundestrainer eingefordert, 60 Minuten dranzubleiben und dem Gegner keine Zeit zum Durchschnaufen zu gewähren.

Die Schweiz ihrerseits kehrte wild entschlossen aus der Kabine zurück und checkte, was das Zeug hielt.

Deutschland versuchte minutenlang vergeblich, sich aus dieser Bedrängnis zu befreien.

Die Strafe für die deutsche Passivität folgte umgehend: Endras ließ einen Schlagschuss von Lino Martschini zur Seite abprallen - Suri nahm dankend an.

Wieder schlägt Reimer zu

Doch Deutschland schlug zurück. Wieder war es Reimer, der vor dem Kasten eindrucksvoll seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellte.

Zu dritt belagerten die Deutschen Manzato, ehe der Nürnberger als letzter die Kelle dran hatte.

Die Schweiz war bedient, zog sich zurück und überließ den Deutschen das Eis. Das DEB-Team seinerseits versäumte es - teils wieder in Überzahl -, konsequent nachzulegen. Erst in der letzten Minute sorgte Oppenheimer für die Entscheidung.

Somit stand am Ende des Freitagabends ein gelungener Auftakt in die Jubiläumsausgabe des Deutschland-Cups - dank Reimer.

Die vier ausstehenden Partien des Deutschland Cups gibt es live und exklusiv auf SPORT1 im TV zu sehen. Alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft überträgt SPORT1 live im Free-TV. Die Begegnungen ohne deutsche Beteiligung laufen auf SPORT1+ oder im LIVESTREAM.

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