In seiner SPORT1-Kolumne spricht der ehemalige deutsche Nationalspieler über das Abschneiden der deutschen Natonalmannschaft und die Trainerfrage.

Liebe Eishockey-Freunde,

Die WM-Vorrunde ist abgeschlossen. Leider ist damit auch das Auftreten der deutschen Natonalmannschaft beendet.

Das DEB-Team hatte einen holprigen Start in das Turnier, insbesondere in den ersten beiden Spielen gegen Frankreich und Kanada wurde dies deutlich. Die 0:10-Niederlage gegen Kanada hatte aber auch etwas Gutes. Danach änderte sich einiges. Die Mannschaft sprach sich intern aus und die Leistungen wurden deutlich besser.

Die Mannschaft von Bundestrainer Pat Cortina beendete das Turnier als Top-Ten-Nation. Bis auf die Spiele gegen Kanada und Tschechien endeten alle Partien mit nur einem Tor Differenz. Auch gegen große Nationen wie Schweden hatte das Team stets die Möglichkeit, mitzuspielen.

Die nackten Ergebnisse sprechen aber letztlich nicht für die Mannschaft.

Für Bundestrainer Pat Cortina spricht nach dieser WM auch nicht mehr viel. Beim DEB ist wahrscheinlich schon längst besprochen, dass die Stelle neu besetzt wird.

Ich hoffe immer noch darauf, dass es nicht auf eine Doppelfunktion hinausläuft. Der Stellenwert der Nationalmannschaft ist viel zu hoch und viel zu viele Aufgaben warten auf den Bundestrainer.

Für Cortinas Nachfolge sind dennoch natürlich verlockende Namen in der Doppelfunktion im Spiel: Uwe Krupp, der die Mannschaft jahrelang erfolgreich geführt hat, der langjährige Nationaltrainer der Schweiz Ralph Krueger oder auch Geoff Ward, Meistertrainer der Adler Mannheim.

Wer auch immer es werden wird: Es muss ein Konzept her, das über viele Jahre die Eishockey-Nationalmannschaft organisiert und führt. Auch damit die hohe Zahl der Spielerabsagen wie dieses Jahr der Vergangenheit angehört.

Am Donnerstag beginnen mit den Viertelfinals die richtig wichtigen und heißen Spiele dieser WM.

Ich freue mich mich darauf!

Bis bald!

Euer Rick

Rick Goldmann, 39, stand 126 Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Eis. Der Verteidiger, der beim NHL-Draft 1996 an 212. Position von den Ottawa Senators gezogen wurde, bestritt ein Spiel in der NHL. Nach einer schweren Sprunggelenksverletzung beendete er 2008 beim EHC München seine Laufbahn. In seiner Karriere bestritt er für den EV Landshut, Adler Mannheim, Kaufbeurer Adler, Moskitos Essen, ERC Ingolstadt und Iserlohn Roosters 500 DEL-Spiele. Für SPORT1 kommentiert Goldmann seit 2008 die Spiele der Nationalmannschaft.

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