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Leon Draisaitl war am Führungstreffer gegen Lettland beteiligt © SPORT1

Trotz der Pleite im zweiten Test gegen Lettland sind die Auftritte von NHL-Jungstar Leon Draisaitl vielversprechend. Bundestrainer Marco Sturm nennt ein entscheidendes Manko.

Auch wenn das zweite Testspiel gegen Lettland verloren ging, machten die Auftritte der deutschen Nationalmannschaft am Wochenende in Riga Hoffnung für die WM in Russland (6. bis 22. Mai).

"Das war eine sehr gute Woche für uns, die Jungs haben hart gearbeitet", lautete das Fazit von Bundestrainer Marco Sturm.

Vor allem NHL-Jungstar Leon Draisaitl schürte mit seinen Auftritten Erwartungen für das Erreichen des Viertelfinals bei der WM.

Richtig stark war sein Zusammenspiel in der neuen Paradesturmreihe mit NHL-Kumpel Tobias Rieder und DEL-Topscorer Patrick Reimer, die nicht nur beim 1:0-Führungstreffer im zweiten Spiel in Riga ihr Potenzial aufblitzen ließ. 

"Wir haben viele Chancen kreiert. Es macht auf jeden Fall viel Spaß, mit den beiden zu spielen", sagte Draisaitl, der mit 51 Scorerpunkten in 72 Spielen eine überragende NHL-Saison gespielt hat.

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Sturm kritisiert mangelnde Coolness

Der Haken bei der 1:4-Pleite am Samstag war allerdings, dass das DEB-Team die zahlreichen Chancen bis auf Reimers Treffer ungenutzt ließ.

"Wir haben viele gute Sachen gemacht, aber auch ein paar Dinge, die wir definitiv verbessern müssen", sagte Draisaitl deshalb.

Der Bundestrainer bemängelte vor allem die fehlende Coolness.

"Die Letten haben sich hinten reingestellt, und wir waren irgendwann mit unserer Geduld am Ende. Dann haben wir absolut den Faden verloren, das darf nicht passieren", kritisierte Sturm.

Der 37-Jährige hofft auf einen Lerneffekt bei seinen Spielern: "Bei der WM werden solche Situationen auch kommen, und dann müssen wir kühlen Kopf bewahren."

Verstärkungen vom Meister erwartet

Zumindest bekommt Sturm dank des schnellen Münchner Finalsiegs in der DEL schnell ein paar erfahrene Spieler hinzu.

Schon für die beiden Länderspiele am 29. und 30. April in Oberhausen gegen Weißrussland (LIVE im TV auf SPORT1) könnte er die Cracks von Red Bull und den Grizzlies Wolfsburg nominieren. Spätestens bei der WM-Generalprobe am 3. Mai in Basel gegen die Schweiz (LIVE im TV auf SPORT1) will Sturm in Bestbesetzung antreten.

Bei der WM (LIVE im TV auf SPORT1) trifft die DEB-Auswahl in ihrem Auftaktspiel am 7. Mai in St. Petersburg auf Frankreich.

Danach folgen die Gruppenspiele gegen Finnland, die Slowakei, Kanada, Weißrussland, die USA und Aufsteiger Ungarn. (SERVICE: Der WM-Spielplan)

Das Sturm-Team kann in Russland befreit aufspielen, weil es keinen sportlichen Abstieg befürchten muss. Als Gastgeber der WM 2017 (neben Frankreich) ist Deutschland gesetzt.

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