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Deutschland muss beim WM-Auftakt gegen Frankreich eine bittere Niederlage hinnehmen. Vor dem nächsten Spiel (So., 15.15 Uhr auf SPORT1) steht das DEB-Team unter Druck.

Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einer herben Enttäuschung in die WM in Russland gestartet.

Das mit viel Vorschusslorbeeren angereiste Team um die NHL-Jungstars Leon Draisaitl und Tobias Rieder verlor in St. Petersburg sein erstes Gruppenspiel am Samstag mit 2:3 (0:1, 2:1, 0:0, 0:1, 1:0) nach Penaltyschießen gegen Frankreich und steht im Kampf um die anvisierten Viertelfinal-Plätze bereits unter Druck.

Bei der WM-Premiere von Marco Sturm als Bundestrainer erzielten in St. Petersburg Rieder (21.) und Felix Schütz (37.) die Treffer für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB).

Für die Franzosen waren Damien Raux (4.), Valentin Claireaux (40.) und Damien Fleury mit dem entscheidenden Penalty im Shootout erfolgreich. Draisaitl, Rieder und Kapitän Marcel Goc hatten dagegen im direkten Duell gegen Frankreich-Torhüter Cristubal Huet das Nachsehen.

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"Wir sind ein bisschen enttäuscht. Man hat gesehen, dass meine Spieler anfangs zu nervös waren. Trotzdem sind wir gut zurückgekommen, haben aber unsere Chancen nicht gut genutzt", sagte Sturm.

Stürmerstars zu ungefährlich

Bereits am Sonntag (15.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) steht für das DEB-Team das nächste Spiel auf dem Programm. Gegner ist der zweimalige Weltmeister Finnland, der zum Auftakt 6:2 gegen Weißrussland gewonnen hatte.

"Jetzt müssen wir hoffen, dass die Finnen uns genauso unterschätzen wie wir Frankreich", sagte Torschütze Schütz.

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Vor 3750 Zuschauern in der Jubileiny-Halle von St. Peterburg tat sich das deutsche Team von Beginn an schwer gegen die kompakte französische Mannschaft. Es gab einige Stockfehler, im Spielaufbau war zu viel Zufall im Spiel. Auch die Paradesturmreihe mit den NHL-Profis Rieder, Draisaitl und DEL-Topscorer Patrick Reimer konnte nicht wie in der Vorbereitung glänzen.

In der Defensive zeigte sich das Sturm-Team vor allem bei Kontern anfällig. So fiel auch das frühe 0:1, bei dem der Ingolstädter Torhüter Timo Pielmeier keine Abwehrchance hatte. Nur drei Minuten später verhinderte Pielmeier nach einem Tempogegenstoß der in Unterzahl spielenden Franzosen das 0:2.

Rieder nutzt Abpraller

Der Gegner handelte sich im ersten Drittel vier Strafzeiten ein, aber das Powerplay der DEB-Auswahl strahlte kaum Gefahr aus.

Kam doch einmal ein Puck durch, war der bereits 40-jährige Huet im Kasten der Franzosen zur Stelle.

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Im Mitteldrittel fiel jedoch nur 26 Sekunden nach Wiederanpfiff in Überzahl der Ausgleich: Philip Gogulla zog von der blauen Linie ab, und Rieder nutzte den Abpraller zum 1:1. Danach bekam Deutschland deutlich Oberwasser, Schütz nutzte die Überlegenheit zum zweiten Treffer aus.

Doch die Franzosen steckten nicht auf und kamen zum etwas glücklichen Ausgleich.

Nach Finnland ist vor der Slowakei

Im Schlussdrittel hatte der Nürnberger Reimer in der 44. Minute im Überzahlspiel die große Chance zur Führung, doch erneut war Huet auf dem Posten. Danach konnte auf der anderen Seite Pielmeier mit starken Paraden vor allem in der Verlängerung sein Können unter Beweis stellen.

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Nach dem Spiel gegen Finnland am Sonntag wartet auf die DEB-Auswahl zwei Tage später das Duell gegen die Slowakei, die als ein Hauptkonkurrent im Kampf ums Viertelfinale gilt.

Danach stehen die Spiele gegen Titelverteidiger Kanada, der Deutschland bei der WM im vergangenen Jahr in Prag mit 10:0 vom Eis gefegt hatte, gegen Weißrussland, die USA und Aufsteiger Ungarn auf dem Programm.

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