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Landshut - Nationaltrainer Marco Sturm wollte eigentlich nie Eishockey-Coach werden. Bei SPORT1 erinnert er sich an seine aktive Zeit und spricht über liebgewonnene Aufgaben.

Eigentlich wollte er nie Trainer werden.

Wenn am Freitag nun die Eishockey-WM 2016 in Russland beginnt (15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, im GRATIS-STREAM und im LIVTICKER), steht Marco Sturm mit seinem DEB-Team im Mittelpunkt. Als Bundestrainer.

So hatte der 37-Jährige, einer der größten deutschen Eishockey-Spieler aller Zeiten, das nie geplant. (Das müssen Sie zur Eishockey-WM wissen)

SPORT1 hat Marco Sturm zuvor in Landshut getroffen und mit ihm auf große Momente seiner Karriere zurückgeblickt.

Marco Sturm über...

...seinen Heimatverein EV Landshut:

Es ist immer wieder schön, in die Heimat und das sogenannte Wohnzimmer, das alte Stadion, zu kommen. Wenn ich hier bin, kommen die schönen Momente sofort wieder hoch, soviel hat sich auch gar nicht verändert.

Die Erinnerungen machen mich stolz. Hier haben Eishockey-Legenden gespielt. Das war der große Anfang meiner Karriere. Ich habe das Glück gehabt, dass der EVL eine perfekte Nachwuchsarbeit und beste Bedingungen geboten hat.

...seine frühe Liebe zum Eishockey:

Mein Vater hat mich ja zum Eishockey gebracht. Ich war früh einer der Besten. Deswegen war es relativ einfach, mich für diesen Sport zu entscheiden. Eishockey war die Nummer 1.

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Im Sommer habe ich Straßenhockey gespielt, sonst immer auf dem Eis. Das war 24 Stunden Eishockey.

...den Start seiner Profikarriere:

Ich war 15, als ich meinen ersten Profivertrag beim EV Landshut bekommen habe. Damals habe ich zum Beispiel mit Udo Kießling zusammengespielt, der war 40 Jahre alt. Das war schon ziemlich verrückt.

Im Nachhinein war es aber genau die richtige Entscheidung. Und diese Erfahrung hat mir auch in meinen ersten Jahren in der NHL enorm geholfen: Dass ich früh zu den Erwachsenen gewechselt bin und gegen ausgewachsene Männer gespielt habe.

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...seine Persönlichkeit:

Ich war schon immer extrem ehrgeizig. Ich kann nicht verlieren, egal ob beim "Mensch ärgere dich nicht", beim Tennis oder eben beim Eishockey! Neben dem Eis bin ich eher ein ruhiger Typ.

seine Zeit in der NHL:

Es  gab damals einen großer Umbruch, als ich zu den San Jose Sharks kam: Zwölf neue Spieler, ein neuer Trainer. Ich war einer der Jungen, als 18-jähriger Deutscher musst du dich extra beweisen und durchboxen.

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Zweifel hatte ich nie. Ich wollte unbedingt meinen Platz in der Mannschaft, alles andere war mir egal. Ich wollte mich jeden Tag mit harter Arbeit im Training präsentieren. Ich bin stolz, dass ich so lange in der NHL spielen konnte. Ich war der erste Deutsche, der in der ersten Draft-Runde gewählt wurde. Es gab viele Tore und Rekorde.

...seine Trainerlaufbahn:

Ich hätte mir nie vorstellen können, irgendwann mal Trainer zu sein. Das war eigentlich ausgeschlossen. Ich habe nach der Karriere meine Zeit mit der Familie, meiner Frau und den Kindern genossen - und mir gedacht: Wenn ich etwas nicht machen werde, dann Trainer sein.

Nach einiger Zeit hat sich das geändert und ich habe gemerkt: Das macht mir Spaß, das kann ich! Das Ausschlaggebende war für mich, dass ich so meine Erfahrungen weitergeben kann.

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