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Deutschland ist in seinem zweiten Gruppenspiel gegen Finnland chancenlos. Nach zwei Niederlagen ist das DEB-Team bereits früh unter Erfolgsdruck. Brooks Macek trifft.

Erst nervenschwach, dann chancenlos: Die Hoffnungen der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft auf das WM-Viertelfinale haben gleich am Auftaktwochenende einen deutlichen Dämpfer erhalten.

24 Stunden nach der unnötigen Niederlage gegen Frankreich (2:3 im Penaltyschießen) verpasste die Mannschaft um NHL-Jungstar Leon Draisaitl am Sonntag in St. Petersburg beim 1:5 (0:2, 1:2, 0:1) gegen Finnland eine Überraschung klar.

Sturm-Team früh unter Zugzwang

Mit nur einem Punkt aus zwei Spielen steht die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei der WM-Premiere von Marco Sturm als Bundestrainer bereits unter Zugzwang.

Das kommende Duell am Dienstag (15.15 Uhr /LIVE im TV auf Sport1) gegen die Slowakei ist für das mit viel Vorschusslorbeeren angereiste Team fast schon ein Endspiel für den erhofften Viertelfinal-Einzug. Der war Deutschland zuletzt vor fünf Jahren gelungen.

Das 18 Jahre alte Ausnahmetalent Patrik Laine (7./60.), Leo Komarov (10.), Sebsatian Aho (30.) und Jarno Koskiranta (40.) schossen die Treffer für wie erwartet überlegene Finnen.

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Macek macht den Ehrentreffer

Der Iserlohner Brooks Macek traf zum 1:4 (39.) für das deutsche Team, das zuletzt vor drei Jahren in Helsinki mit zwei Niederlagen in eine WM gestartet war.

Vor etwa 4500 Zuschauern in der Jubileiny-Halle mit einem deutlichen Übergewicht an finnischen Fans stand DEB-Torhüter Timo Pielmeier zu Beginn unter Dauerbeschuss.

Suomi-Youngster überragt

Team Suomi ließ gekonnt Scheibe und Gegner laufen, die Tore durch Laine und Komarov waren die Folge. Der 18-Jährige Laine hatte schon beim finnischen 6:2-Auftaktsieg gegen Weißrussland mit zwei spektakulären Treffern und einer Torvorlage geglänzt.

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Besonders bitter: Nach der 1:0-Führung experimentierte Finnland, nahm seinen Torhüter Mikko Koskinen für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Die DEB-Auswahl kam nicht einmal in Scheibenbesitz, um ein Empty-Net-Goal zu erzielen.

Bundestrainer stellt das Team um

Bundestrainer Sturm hatte seine Mannschaft umgestellt. In Torsten Ankert rückte ein zusätzlicher Verteidiger ins Team, dazu bekamen Gerrit Fauser und Dominik Kahun in einer Sturmreihe mit Kapitän Marcel Goc eine Bewährungschance. Doch der Weltranglisten-13. kam lange Zeit gar nicht zu Offensivaktionen, erst gegen Ende des ersten Drittels hatte der Kölner Philip Gogulla zweimal den Anschlusstreffer auf dem Schläger.

Marcel Goc sagte nach Spielende im Gespräch mit SPORT1, Deutschland habe vor allem im ersten Drittel "ein bisschen zu passiv gespielt."

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Ab dem Mittelabschnitt gestaltete das DEB-Team das Spiel ausgeglichener, weil die Finnen auch einen Gang zurückschalteten. Die Paradereihe mit den NHL-Profis Draisaitl und Tobias Rieder sowie DEL-Topscorer Patrick Reimer kam dennoch nicht wie erhofft auf Touren. Die Tore schossen zunächst wieder die Finnen.

"Wir sind nicht schnell genug in die Zweikämpfe gekommen, um die Finnen unter Druck zu setzen", bilanzierte Patrick Hager bei SPORT1.

Bei NHL-Verteidiger Korbinian Holzer staute sich so viel Frust an, dass er Gegenspieler Antti Pihlström zum Faustkampf bat und den Schiedsrichter verbal attackierte. Dafür kassierte Holzer eine Zehnminutenstrafe. Es schien ein Weckruf zu sein, nur wenig später erzielte Macek auf Vorlage von Draisaitl den ersten deutschen Treffer. Doch eine erfolgreiche Aufholjagd ließ der zweimalige Weltmeister Finnland nicht mehr zu.

Das Spiel im Stenogramm

Finnland - Deutschland 5:1 (2:0, 2:1, 1:0)
Tore: 1:0 Patrik Laine (06:22), 2:0 Leo Komarov (09:08), 3:0 Sebastian Aho (29:53), 4:0 Jarno Koskiranta (37:50), 4:1 Brooks Macek (38:42), 5:1 Patrik Laine (59:57)
Schiedsrichter: Timothy Mayer (USA) und Konstantin Olenin (Russland)
Strafminuten: Finnland 12 - Deutschland 28

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