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Bei der Vorbereitung für die Heim-WM bezwingt Deutschland das tschechische Team nach einem irren Schlagabtausch. Im zweiten Drittel fallen sieben Tore.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat zwei Wochen vor dem Beginn der WM in Köln und Paris einen Achtungserfolg erzielt. Beim ersten von zwei Härtetests gegen den sechsmaligen Weltmeister Tschechien gelang der Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm mit einem 7:4 (1:0, 4:3, 2:1) der zweite Sieg in der Vorbereitung.

In einem unterhaltsamen und phasenweise turbulenten Spiel vor 6550 begeisterten Zuschauern in Nürnberg fehlten dem Olympiasieger von 1998 allerdings noch sämtliche Profis aus der NHL.

15 Torschüsse abgewehrt

Die DEB-Auswahl, erstmals verstärkt durch NHL-Profi Tobias Rieder von den Arizona Coyotes und DEL-Rekordtorschütze Patrick Reimer (Nürnberg Ice Tigers), ging durch Brent Raedeke von Adler Mannheim, der mit Reimer und dessen Klubkollegen Yasin Ehliz (drei Treffer) die herausragende erste Sturmreihe bildete, in Überzahl in Führung (11.), obwohl sie phasenweise unter großem Druck stand: Timo Pielmeier vom ERC Ingolstadt verhinderte bei immerhin 15 Schüssen auf sein Tor mit starken Paraden einen Gegentreffer im ersten Drittel.

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"Die Jungs waren ein bisschen nervös. Wir müssen uns auf alle Fälle noch steigern", sagte Sturm bei Sport1: "Wir haben viele Sachen noch nicht richtig gemacht, das sieht man auch an den Gegentoren. Ich bin ein Freund einer kompakten Defensive, das wollen wir morgen schon wieder besser machen."

Turbulentes zweites Drittel

Im zweiten Drittel ging es dann äußerst turbulent zu - innerhalb von 4:37 Minuten fielen die sechs Treffer vom 1:1 bis zum 4:3. Erst glich Roman Horak für Tschechien aus (32.), auf Tore von Denis Reul (33.) und Philipp Gogulla (35.) reagierten die Tschechen durch Jakub Lev (34.) und Tomas Hyka (36.) jeweils postwendend. Nach dem 4:3 durch Bernhard Ebner (36.) wechselte Tschechiens Trainer Josef Jandac seinen Torhüter, Dominik Furch musste aber kurz vor dem Drittelende einen Penalty von Ehliz (40.) passieren lassen.

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Der überragende Nürnberger setzte im Schlussdrittel noch zwei drauf (54., 58.). Sekunden vor dem Ende verkürzte Tschechiens Bester Hyka nur noch auf 4:7.

Tschechien und Lettland

Mit Reimer und NHL-Verstärkung Rieder ist die Vorbereitung auf die WM in Köln (5. bis 21. Mai) in ihre heiße Phase gegangen. Am Sonntag in Mannheim ist Tschechien erneut Gegner der deutschen Mannschaft, die Generalprobe erfolgt gegen Lettland (30. April in Bietigheim/1. Mai in Ravensburg) - alle LIVE auf SPORT1 im TV und im Stream).

Dann werden Torhüter Thomas Greiss und Verteidiger Dennis Seidenberg von den New York Islanders sowie die Spieler von Meister EHC Red Bull München und den Grizzlys Wolfsburg dabei sein.

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Sturm wird nach diesem Wochenende also noch einmal einschneidende Veränderungen in seinem Kader vornehmen: "Das ist das Schlimmste für mich", hatte er bereits angekündigt.

Hoffnung auf Draisaitl

Der Bundestrainer hat insgesamt zehn Spieler der beiden DEL-Finalisten sowie Justin Krueger, gerade mit dem SC Bern Schweizer Meister geworden, auf dem Zettel. Ein wenig Hoffnung gibt es auch noch auf Unterstützung von Leon Draisaitl, der aber mit den Edmonton Oilers kurz vor dem Einzug in die zweite NHL-Play-off-Runde steht.

Hilfe an der Bande bekommt der Bundestrainer seit dieser Woche vom schwedischen Olympiasieger, Weltmeister und Stanley-Cup-Gewinner Mikael Samuelsson. Bei der WM wird zudem der frühere Mannheimer Meistertrainer Geoff Ward (New Jersey Devils) Sturms Assistent sein.

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