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Köln - Im Spiel gegen Lettland geht es für die deutsche Mannschaft um den Einzug ins Viertelfinale. SPORT1 nennt sechs Gründe, die für die Gastgeber sprechen.

Für Deutschland geht es um alles, ein echtes Endspiel steht an: Will man bei der Heim-WM in Köln ins Viertelfinale einziehen, muss das DEB-Team in der letzten Partie der Vorrunde gegen Lettland gewinnen (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) ).

Mindestens ein Sieg nach Penaltyschießen muss gegen die Letten her, um in die Runde der letzten Acht einzuziehen. (Die Tabellen)

SPORT1 nennt sechs Faktoren, die für die deutsche Mannschaft sprechen.

1. Draisaitl

Lange hat Eishockey-Deutschland gehofft, dass NHL-Mega-Talent Leon Draisaitl endlich zur Mannschaft stößt. Nach dem 4:1-Sieg gegen Italien war klar: Aus gutem Grund. Der Angreifer von den Edmonton Oilers drückte gleich in seiner ersten Partie des Turniers dem Spiel seinen Stempel auf.

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Teamkollege Brooks Macek schwärmt bei SPORT1: "Er ist ein großartiger Spieler. Er hilft unserer Mannschaft richtig weiter. Wenn man sich ansieht, wie er in den NHL-Playoffs gespielt hat - das war schon unglaublich." Gegen die Letten kann Draisaitl mit seinen Fähigkeiten wieder zum entscheidenden Faktor werden. (Alle Infos zur #HeimWM).

Auch wenn die Saison in der Elite-Liga lang für den 21-Jährigen war. Macek meint aber: "Selbst wenn er nicht hundertprozentig fit ist, ist er immer noch mit Abstand der beste Spieler des Teams. Ich hoffe, das kann er auch gegen die Letten zeigen."

2. Grubauer

Er ist der zweite Neuankömmling beim deutschen Team: Goalie Philipp Grubauer. Wie auf Draisaitl in der Offensive wird es auch auf den NHL-Legionär im Tor ankommen.

Torwart-Kollege Thomas Greiss wird nach seinem Wirbel um fragwürdige Instagram-Likes weiter von einer Oberkörperverletzung geplagt, Danny aus den Birken leistete sich gleich mehrere Unsicherheiten. Grubauer soll deshalb gegen Lettland der Rückhalt der Mannschaft sein.

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Bundestrainer Marco Sturm legt sich bei SPORT1 bereits fest: "Grubauer wird auf jeden Fall spielen."

Der 25-Jährige wird keine lange Eingewöhnungszeit brauchen: Bei den Washington Capitals nimmt er die Rolle des Backups ein. Wenn er gebraucht wird, ist Grubauer zur Stelle.

Und gegen die Letten braucht Deutschland dringend einen starken Goalie. 

3. Historie

Dass die deutsche Mannschaft Lettland besiegen kann, hat sie vor nicht allzu langer Zeit unter Beweis gestellt. Im entscheidenden Spiel um die Olympia-Qualifikation setzte sich das DEB-Team mit 3:2 in der Hauptstadt Riga durch.

In einer vergleichbaren Drucksituation wie jetzt bei der WM. Das setzt sich in den Köpfen fest - den deutschen wie den lettischen.

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Bundestrainer Sturm will diese Erinnerungen vor dem Gruppen-Endspiel bewusst wach halten: "Für solche Spiele lebt man. Die Jungs haben das ja in Riga schon miterlebt", sagt er: "Was für ein tolles Gefühl das im Nachhinein ist, wenn es geschafft ist. Das wollen wir wiederholen."

4. Ruhetag

Der Spielplan meint es eindeutig besser mit den Gastgebern. Während die Letten nur 24 Stunden vor dem Do-or-Die-Duell mit Deutschland ein anstrengendes Spiel gegen Russland absolvieren mussten und eine 0:5-Abreibung bekamen, konnten sich die Deutschen einen Tag Pause gönnen. 

Bundestrainer Sturm dazu: "Wichtig ist nach dem freien Tag, dass wir wieder gut in den Rhythmus kommen."

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Was Sturm nicht sagte, aber sicher weiß: Zeit zur Regeneration ist zu diesem Zeitpunkt des Turniers Gold wert. Klarer Vorteil Deutschland!

5. Teamspirit

Die Stimmung in der deutschen Mannschaft ist bestens.

An der Tischtennisplatte kommt regelmäßig das ganze Team zusammen. Auch wenn Moritz Müller nicht zufrieden mit der Qualität der Schläger im Mannschaftshotel ist: "Yannic Seidenberg hat das interne Turnier gewonnen", berichtete er SPORT1: "Er ist einfach am besten mit diesem Holzschläger klargekommen."

Auch das Trainerteam hat seinen Spaß. Am Montag legte Bundestrainer Sturm zusammen mit seinen Assistenten ein "Rocky"-Workout auf den Treppen der Lanxess Arena hin.

Oben angekommen legte der 38-Jährige für SPORT1 sogar eine astreine Sylvester-Stallone-Imitation hin. Trotz des Drucks vor dem Lettland-Spiel: Der Spaß kommt nicht zu kurz.

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6. Heimvorteil

Eine WM im eigenen Land ist ein gewaltiger Vorteil. Das bewies der Halbfinal-Einzug bei der letzten Heim-WM 2010.

Die Abläufe und Örtlichkeiten zuhause sind bekannt, das Publikum in der Halle steht hinter der Mannschaft. Auch gegen die Letten wird die Kölner Arena wieder "picke packe voll" sein, wie der DEB auf SPORT1-Nachfrage erklärte.

Brooks Macek freut sich auf die Stimmung: "Jeder spielt gerne in so einer Atmosphäre, wenn es um so viel geht."

Mit einem Sieg gegen Lettland würde man im Viertelfinale gegen Kanada mindestens noch einmal in den Genuß der Stimmung im Kölner Hexenkessel kommen.

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