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Köln - Nach dem ehrbaren Ausscheiden im Viertelfinale gegen Kanada ziehen die SPORT1-Experten eine positive Bilanz des Auftretens der deutschen Mannschaft.

Für die deutsche Mannschaft ist die Heim-WM zu Ende. Das 1:2 gegen Kanada bedeutete zwar das Aus im Viertelfinale. Mit ihren Auftritten sorgten Leon Draisaitl, Frederik Tiffels und Co. für Begeisterung bei den deutschen Fans.

Rick Goldmann, Basti Schwele und Sascha Bandermann haben für SPORT1 den Weg des DEB-Teams hautnah mitverfolgt. Goldmann analysierte als Experte jedes Spiel, Schwele kommentierte live im TV, Bandermann moderierte im Studio in der Kölner Arena. (Die Reaktionen zum deutschen Aus)

Drei Eishockey-Fachmänner ziehen nach dem deutschen Ausscheiden Bilanz.

Rick Goldmann (SPORT1-Experte):

"Die deutsche Mannschaft kann stolz auf ihre Leistung bei diesem Turnier sein. Sie hat immer leidenschaftlich gekämpft, aber auch spielerische Klasse gezeigt. Selbst in der Partie gegen die hochklassigen Kanadier hat das Team das Spiel eng gehalten. Man kann nicht erwarten, dass man auch bei dieser Heim-WM so eine Sensation schaffen muss wie 2010, als die Mannschaft überraschend ins Halbfinale einzog.

Das Viertelfinale war das Ziel - und das wurde auch erreicht! Man muss aber auch sagen: Gegen Gegner wie die Slowakei oder Dänemark wäre mehr drin gewesen. Das waren nämlich Gegner auf Augenhöhe. Gegen Kanada war dagegen klar, dass das eigentlich nicht machbar ist."

Basti Schwele (SPORT1-Kommentator):

"Das Tolle an dieser Mannschaft war: Sie hat nie aufgegeben, sie ist immer wieder zurückgekommen und hat das umgesetzt, was sie am Besten kann - Kraft, Kampf und Leidenschaft. Dadurch hat sie bei dieser Heim-WM das Publikum mitgenommen und in ihren Bann gezogen. Die Emotionen, die diese Mannschaft auf dem Eis gezeigt hat, haben sich auf das Publikum übertragen - und dann auch umgekehrt. So ging eine Welle der Euphorie durch Eishockey-Deutschland.

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Der Höhepunkt: Das unglaubliche letzte Vorrundenspiel gegen Lettland. Durch diesen Penalty-Thriller ist Eishockey auch von Menschen wahrgenommen worden, die bisher noch keine Eishockey-Fans waren. Der Schlusspunkt war eine starke Leistung im Viertelfinale gegen die Kanadier, die als einer der Turnierfavoriten sehr viel stärker sind. Die Kanadier haben der deutschen Mannschaft klar aufgezeigt, was noch fehlt, um in die Top 6 der Welt vorzustoßen. Dennoch hat Deutschland ein sehr gutes Spiel abgeliefert und alles gegeben."

Sascha Bandermann (SPORT1-Moderator):

"Trotz des Ausscheidens gegen Kanada hat die deutsche Mannschaft den nächsten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Nach dem Erreichen des WM-Viertelfinales im vergangenen Jahr und der erfolgreichen Qualifikation für Olympia hat sie es erneut unter die besten acht Mannschaften der Welt geschafft. Als Lohn dafür hat Deutschland nun auch Platz acht in der Weltrangliste inne.

Bundestrainer Marco Sturm hat die Mannschaft auf Rang 13 übernommen und nun in zwei Jahren einen Sprung um fünf Plätze geschafft. Sturm verpasst der Mannschaft wieder eine Identität. Moral und Einsatz waren bei der Heim-WM weltmeisterlich. Das war Mega-Werbung für den Eishockey-Sport. Jetzt gilt es, diesen Schwung auf ganz Eishockey-Deutschland zu übertragen und noch mehr Spieler von internationalem Niveau zu entwickeln."

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