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Bundestrainer Marco Sturm will bei der Heim-WM in nächsten Jahr weit kommen
Marco Sturm ist seit Juli 2015 Bundestrainer und General Manager der deutschen Nationalmannschaft © Getty Images

Trotz der nächsten Testspiel-Pleite gegen Tschechien sieht Bundestrainer Marco Sturm wichtige Erkenntnisse für die WM (6. bis 22. Mai LIVE auf SPORT1).

Eine deftige Pleite, eine knappe Niederlage nach großem Kampf und ein verletzter Stürmer:

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist ohne Erfolgserlebnis gegen Tschechien und der ein oder anderen wichtigen Erkenntnis in die Vorbereitung auf die WM (vom 6. bis 22. Mai LIVE auf SPORT1) gestartet.

"Am Anfang war noch ein wenig der Wurm drin, danach lief es besser", bilanzierte  Bundestrainer Marco Sturm nicht unzufrieden.

Der neue starke Mann bei der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) konnte vier Wochen vor der WM zumindest feststellen, dass sein Team nach einem Rückschlag gestärkt zurückkommen kann.

Steigerung nach Lehrstunde

Zwei Tage nach dem 2:7 gegen den zwölfmaligen Weltmeister musste sich die Mannschaft um Kapitän Marcel Goc am Freitag Gastgeber Tschechien nur mit 1:2 geschlagen geben.

Läuferisch und kämpferisch wusste die DEB-Auswahl, die noch ohne die Nationalspieler der DEL-Halbfinalisten und die NHL-Profis Tobias Rieder und Leon Draisaitl antrat, zu überzeugen.

"Die Qualität wurde besser", lobte Sturm: "Ich schaue bei solchen Spielen allerdings gar nicht auf die Ergebnisse, sondern bin mehr daran interessiert, wie sich die Jungs auf dem Eis entwickeln."

Und die Formkurve zeigte deutlich nach oben. "Wir waren schneller im Kopf und haben dem Gegner weniger Raum gelassen", sagte der ehemalige NHL-Profi Goc.

Bangen um Stürmer Wolf

Am Mittwoch war die deutsche Mannschaft nach zwei ansehnlichen Dritteln noch eingebrochen, die späten Gegentreffer wurden zu leicht hergeschenkt.

Am Freitag trat das Sturm-Team deutlich konzentrierter auf. Außerdem durfte sich der Düsseldorfer Marcel Brandt (21.) über sein Premierentor im DEB-Trikot freuen. "Dass ich mein erstes Tor erzielen konnte, ist natürlich wie ein Traum", sagte der zweimalige Nationalspieler: "Ich hoffe, jemand hat mir den Puck gesichert."

Pech hatte dagegen David Wolf. Der Hamburger Stürmer musste mit einem Kapselriss und einem Bänderteilriss im Daumen vorzeitig abreisen.

Wolf muss eine dreiwöchige Pause einlegen, seine Nominierung für die WM in Russland (6. bis 22. Mai) ist damit ungewiss.

WM-Auftakt gegen Frankreich

In der zweiten Phase der WM-Vorbereitung trifft die DEB-Auswahl am 16. und 17. April in Rosenheim und Landshut auf Schweden (LIVE im TV auf SPORT1). Bei den Länderspielen am 22. und 23. April in Riga gegen Lettland sollen auch Rieder und Draisaitl an Bord sein.

Die DEL-Finalisten könnten zu den Spielen am 29. und 30. April in Oberhausen gegen Weißrussland zum Team stoßen. Die Generalprobe steigt am 3. Mai in Basel gegen die Schweiz.

Die WM in Russland beginnt für die deutsche Mannschaft am 7. Mai in St. Petersburg gegen Frankreich. Weitere Gruppengegner sind Finnland (8. Mai), die Slowakei (10. Mai), Titelverteidiger Kanada (12. Mai), Weißrussland (13. Mai), die USA (15. Mai) und Ungarn (16. Mai).

Die deutsche Mannschaft kann in Russland befreit aufspielen, weil sie einen sportlichen Abstieg nicht befürchten muss. Als Hauptgastgeber der WM 2017 (neben Frankreich) ist das DEB-Team gesetzt.

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