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Rick Goldmann hofft, dass Sturms Team beim Deutschland-Cup Schwung für die Heim-WM aufnimmt
Rick Goldmann hofft, dass Sturms Team beim Deutschland-Cup Schwung für die Heim-WM aufnimmt © SPORT1 / Imago

SPORT1-Experte Rick Goldmann hofft, dass das DEB-Team beim Deutschland-Cup Schwung für die Heim-WM aufnimmt. Der Bundestrainer müsse sich aber gegen Absagen wappnen.

Die Erfolgsgeschichte muss weitererzählt werden.

Letztes Jahr war der Deutschland-Cup Marco Sturms erstes Turnier als Bundestrainer. Nach dem Gewinn des Cups war ich begeistert, habe in dieser Kolumne geschrieben, dass Sturms Handschrift zu lesen war, dass das Team sich von Spiel zu Spiel gesteigert hat und dass es mit Stolz - nach dem Motto: der Adler verpflichtet - aufgetreten ist.

Hat der anstehende Deutschland-Cup (4. bis 6. November LIVE auf SPORT1) auch dieses Jahr einen sportlichen Stellenwert? Ganz ehrlich: nicht wirklich. Die Erfolge bei der Olympia-Qualifikation im September und die Heim-WM sind zigfach wichtiger. Aber mit diesem Turnier hat man letztes Jahr etwas Richtiges in Bewegung gebracht, eine Art Stein angestoßen - etwas, das mit dem Erreichen des Viertelfinals bei der WM und der erfolgreichen Olympia-Quali weiter an Fahrt gewonnen hat.

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Es gilt nun, diesen positiven Schwung nicht zu verlieren. Objektiv betrachtet, hatte Sturm zur WM und Olympia-Quali den fast perfekten Kader mit vielen NHL-Spielern zur Verfügung. Das muss und kann nicht immer so sein.

Bei der diesjährigen Kaderauswahl ist deutlich erkennbar, dass Sturm bis auf wenige Ausnahmen zusätzliche Alternativen und so mehr Tiefe für seinen möglichen WM-Kader sucht. Das ist der richtige Weg in Hinblick auf die Heim-WM. Es gilt, Alternativen zu suchen, um den Konkurrenzdruck teamintern zu erhöhen, aber auch, um gut aufgestellt zu sein, sobald Ausfälle oder NHL-Absagen zu verzeichnen sind.

Es ist ein Kader, von dem sich etwa zehn Spieler realistisch auch bei der Heim-WM wiederfinden können. Diese Mannschaft trifft in drei Spielen auf drei komplett unterschiedliche Spielweisen und Kaderstärken. Am Freitag geht es gegen eine taktisch gut ausgebildete slowakische Mannschaft (19.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM). Der Kader ist durchmischt mit vielen international wenig erfahrenen Spielern und ein paar Leadern wie Dominik Granak in der Verteidigung.

Am Samstag trifft die Mannschaft auf stark aufgestellte Schweizer, die mit zwölf letztjährigen WM-Teilnehmern antritt (ab 19.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM). Vor allem auf Joel Genazzi, den bisher punktbesten Verteidiger in der Nationalliga A, muss man achten.

Am Sonntag geht es gegen den wahrscheinlichen Turnierfavoriten Kanada (ab 16.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM). Im Gegensatz zu den Vorjahren werden diesmal auf jeden Fall die besten kanadischen Spieler Europas vereint. Zwei Drittel des Kaders spielt aktuell in der KHL. So gibt es ein Wiedersehen mit Verteidiger Chris Lee, aktuell fünftbester Scorer der KHL. Er spielte von 2010 bis 2012 in der DEL. Auch der zweitbeste DEL-Scorer Nick Petersen von den Eisbären Berlin wird bei den Kanadiern im Aufgebot stehen.

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Es wartet also wirklich eine sportliche Herausforderung auf die Mannschaft von Maro Sturm. Ich hoffe, sie können den letztes Jahr hier begonnenen Schwung weiter Richtung Heim-WM mitnehmen.

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