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Sean Burke ist Assistant General Manager der Kanadier
Sean Burke ist Assistant General Manager der Kanadier © Getty Images

Sean Burke stand im Tor, als Peter Draisaitls Penalty auf der Linie liegen blieb. Das legendäre Spiel sei eine Warnung für das kanadische Team.

Von Thorsten Deppe

Eine Szene verbindet man mit einem Eishockey-Duell zwischen Deutschland und Kanada besonders.

Im legendären Penaltyschießen bei den Olympischen Spielen 1992 blieb der Puck beim Versuch von Peter Draisaitl, Vater der aktuellen deutschen Hoffnung Leon, auf der Linie liegen, was für die deutsche Mannschaft das Aus bedeutete.

Damals im Tor: Sean Burke, heutiger Assistant General Manager der Kanadier. "Ich bin einfach immer noch glücklich darüber, dass der Puck auf der Torlinie liegen blieb und nicht rein ging", erinnerte sich Burke im Gespräch mit SPORT1 vor dem Viertelfinal-Kracher bei der Eishockey-WM (ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

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Mitleid hatte er allerdings nicht. "Nein (lacht). Wir brauchten den Sieg damals mehr als die Deutschen. Das war eines der letzten olympischen Turniere bevor die NHL-Profis dazu kamen", so Burke.

Burke: "Alles kann passieren"

Doch das dramatische Duell macht den Deutschen laut Burke auch Hoffnung: "Dieses Spiel war ein gutes Beispiel dafür, dass in einem Spiel alles passieren kann. Wir als Kanadier wissen das. Die Deutschen haben damals ein großartiges Spiel abgeliefert und es bis in den Shootout geschafft. Jeder der damals dort war, kann sich daran erinnern."

Der 50-Jährige warnt das kanadische Team: "Gegen uns liefern immer alle ihr bestes Spiel ab. Darauf müssen wir auch bei den Deutschen gefasst sein", meinte Burke, der ein schweres Spiel erwartet.

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"Deutschland spielt zuhause. Sie haben bisher sehr gut gespielt. Ich glaube nicht, dass sie von unserem Team eingeschüchtert sein werden", so Burke: "Sie haben auch NHL-Spieler in ihren Reihen. Wir werden sehr gut gegen sie spielen müssen. Die Deutschen spielen einen nordamerikanischen Stil, sie sind physisch sehr stark. Sie haben definitiv einiges drauf."

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