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TimoX © GameSports.de - Danny Singer

Der FIFA-Profi vom VfL Wolfsburg Timo "TimoX" Siep spricht mit SPORT1 über die TAG Heuer Virtuelle Bundesliga und die ESL Meisterschaft.

Von Danny Singer

SPORT1: TimoX, wie verlief dein Weg ins Endturnier der TAG Heuer Virtuelle Bundesliga (ab 15. April im LIVESTREAM, Facebook und Youtube)?

TimoX: Im ersten Monat haben alle erst einmal den VBL-Modus ausprobiert, der jedes Jahr ein bisschen anders ist. Das unterscheidet sich auch noch einmal von FIFA Ultimate Team oder auch von dem ganz normalen Season-Modus.

Im November habe ich die Qualifikation dann auch mitgespielt und sehr fokussiert versucht, eine sehr gute Tordifferenz zu bekommen. Das ist mir auch gelungen. Das Problem war nur, dass einige Spieler bei diesem Modus versuchen, sich unfair einen Vorteil zu erspielen.

So kann man zum Beispiel versuchen, gegen Freunde zu spielen, die dann mit Absicht sehr hoch verlieren. So war es auch bei einem Spieler im November. Das hätte mich fast die Qualifikation gekostet. Ich hatte schon so rund 4 bis 5 Tore pro Spiel und habe nur 0,5 Tore durchschnittlich zugelassen sowie alle 90 Spiele gewonnen. Das ist eigentlich schon ein fast perfekter Wert.

Ein anderer Spieler hatte dann auch noch 90-0-0 geschafft und das mit einer gefakten Torbilanz. EA hat das allerdings überprüft und mitbekommen, dass das nicht mit rechten Dingen zuging.

SPORT1: Was ist der Unterschied zwischen der Online- und der Offline-Phase?

TimoX: In der Online-Phase hat man 90 Spiele in einem Zeitraum von einem Monat vor sich und nur ein Spieler pro Konsole qualifiziert sich. Manche Spieler ziehen dann 2-3 Tage durch und machen alle 90 Spiele schnell hintereinander, aber man kann sich auch Zeit lassen.

Offline-Events finden aber an einem Tag statt. Das heißt, man muss punktgenau seine Leistung abliefern. FIFA ist oft abhängig von der Tagesform.

In München hat sich mein Freund Dr. Erhano qualifiziert und der ist bei solchen Events immer on point. Ich glaube, er ist dreimal zu so einem Offline-Event gegangen und hat sich auch dreimal qualifiziert.

SPORT1: In der ESL Meisterschaft sieht es momentan nicht so gut aus für dich. Wie kam es dazu?

TimoX: Einmal habe ich ein Spiel in der ersten Runde verloren. Das ist natürlich ärgerlich, da es dafür nur 5 Punkte gibt. Fast jede Niederlage in der Meisterschaft war meine eigene Schuld, zum Beispiel durch Tore, die ich in letzter Minute kassiert habe.

Letzte Woche habe ich bis zur 83. Minute 1:0 geführt und dann noch zwei Tore gegen mich bekommen. FUT Champions läuft wirklich gut momentan, aber in der Meisterschaft eher noch nicht so.

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SPORT1: Die TAG Heuer Virtuelle Bundesliga wechselt in der Offline-Phase vom Club-Modus zu FIFA Ultimate Team. Was hältst du davon?

TimoX: Da alle anderen Turniere bereits mit dem FUT-Modus ausgespielt werden, macht es nur Sinn, dass die VBL da nachzieht.

Sie haben jetzt die Regel gemacht, dass man nur drei Spieler aus einem Club in seinem Team haben darf. Das macht die ganze Sache auf jeden Fall spannend, wenn man sich entscheiden muss, ob man Neuer mitnimmt und dafür vielleicht Lewandowski zuhause lässt.

Das ist auf jeden Fall eine coole Idee und ich bin mal gespannt, wie die Teams der anderen aussehen werden.

SPORT1: Was sind deine Ziele in der VBL und in der Meisterschaft?

TimoX: In der VBL war das Ziel, sich für die Endrunde zu qualifizieren. Auf die Finals gehe ich ohne Erwartungen. Da kann wirklich jeder gewinnen.

In der Meisterschaft muss ich am Montag früh aufstehen und fleißig spielen, damit ich gut vorbereitet bin. Wenn ich nicht in die Top acht komme, muss ich die Major Ladder spielen und das wäre nicht so cool.

Wenn ich es in die Gruppenphase schaffe, dann bin ich auch zuversichtlich, dass ich es auf die Finals schaffe. 

SPORT1: Wie siehst du Deutschland im internationalen Vergleich?

TimoX: Die Frage habe ich vor zwei Jahren schon einmal gestellt bekommen. Damals hatten deutsche Spieler viel Potential und haben es aber nicht abgerufen. Mittlerweile ist diese Ausschöpfung deutlich höher und ich denke, Deutschland liegt momentan knapp hinter England und Frankreich auf Platz drei.

 

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