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Deto beim Finale der EPS © ESL

Im zweiten Teil des Interviews spricht Kai "Deto" Wollin über seine Änderungsvorschläge am Spiel und den Wunsch von mehr Bundesliga-Vereinen im eSports.

In Teil 1 des Interviews sprach Kai "Deto" Wollin über seine Qualifikation für die Finals der TAG Heuer Virtuellen Bundesliga und über das Los-System, das der FIFA-Profi für stark verbesserungswürdig hält.

Nun äußert sich Deto über das Spiel an sich, bringt Änderungsvorschläge formuliert den Wunsch von mehr Bundesliga-Vereinen im eSports.

SPORT1: Was ist dein Ziel in der VBL? Ist ein Gesamtsieg drin?

Kai "Deto" Wollin: Ich lege mich vor einem Event eigentlich nie auf ein bestimmtes Ziel fest, das setzt einen nur selbst unnötig unter Druck. Auch wenn ich jetzt einen Euro ins Phrasenschwein werfen müsste, ist es mein Ziel, von Spiel zu Spiel die beste Leistung abzurufen und dann zu schauen, was am Ende dabei rumkommt.

Ich weiß jedoch, dass es unheimlich schwer werden wird, denn das Spiel fühlt sich um einiges langsamer an, als es online der Fall ist. Das liegt mir leider nicht so. Dennoch werde ich natürlich alles geben! (Wieder einen Euro ins Phrasenschwein).

SPORT1: Am kommenden Wochenende folgt mit Berlin das letzte Offline-Event. Welche Spieler fehlen deiner Meinung nach noch auf den Finals und sollten ihre Chance in Berlin nutzen?

Deto: Ich habe aktuell leider gar nicht vor Augen, wer alles schon drin ist und wer noch fehlt. Es gibt einfach so viele Sachen, auf die man sich fokussieren muss, dass ich mir darüber keine Gedanken machen kann. Aber es ist die letzte Chance, von daher sollte jeder, der es bis jetzt noch nicht gepackt hat, alles riskieren.

SPORT1: Wenn du Teil der Entwickler-Crew von FIFA18 wärst, was würdest zu gegenüber dem aktuellen Spiel ändern?

Deto: Was ich auf jeden Fall verbessern würde, wäre, dass der Torwart wirklich bei jeder Flanke aus dem Tor kommt, was schon ziemlich unrealistisch ist. Komischerweise ist das aber auch nur im Ultimate Team der Fall. Was mich zu meinem zweiten und auch größten Verbesserungspunkt führt.

Das Spiel fühlt sich in verschiedenen Umgebungen oft unterschiedlich an, was zur Folge hat, dass es sich dann anders spielt. Bei den Offline-Events der VBL oder auch beim Regional Final in Paris, hat sich das Spiel langsam und träge angefühlt, online hingegen ist es meist sehr schnell, wenn die Server nicht gerade wieder überlastet sind.

Das gibt es so nur in FIFA und darf einfach nicht der Fall sein. Desweiteren sollte noch an der Ball-Physik gearbeitet werden. Ein Großteil des Glücks, welches es bei FIFA immer wieder gibt, entsteht dadurch, dass der Ball wie beim Ping Pong willkürlich hin und her springt. Gerade beim Ball abnehmen und manchmal auch bei der Annahme springt der Ball oft viel zu weit vom Spieler weg, sodass genau dadurch gefährliche Situationen entstehen. 

SPORT1: Die letzten Worte gehören dir.

Deto: Ich wünsche mir, dass bald weitere Bundesliga-Vereine in FIFA-eSports einsteigen und zumindest in Europa professionelle Strukturen entstehen, wie beim realen Fußball. Inklusive einer eSports-FIFA-Champions-League.

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