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Petar „Gaara“ Stevanovic bei der DreamHack © DreamHack - Ben Cotton

An diesem Wochenende wird ein neuer Hearthstone-Weltmeister gekürt. Petar „Gaara“ Stevanovic erklärt, wer aus seiner Sicht als Titelfavorit gilt.

Von Johannes Gorzel

Petar „Gaara“ Stevanovic ist einer der renommiertesten deutschen Hearthstone-Profis und zugleich beliebter Streamer. In der deutschen Übertragung der BlizzCon leistete er zudem als Kommentator seinen Beitrag. In der ersten Ausgabe unseres zweiteiligen Interviews gibt er einen Einblick in die Kräfteverhältnisse bei der WM auf der BlizzCon.

Lifecoach mit Problemen bei der WM

Lifecoach war der einzige Deutsche bei der WM © ESL - Helena Kristiansson

Bei der Hearthstone World Championship auf der BlizzCon war nur ein deutscher Spieler dabei. Adrian „Lifecoach“ Koy schaffte es bis in die Gruppenphase der Weltmeisterschaft, bevor er am vergangenen Wochenende eliminiert wurde.
„Das Problem von Lifecoach ist, dass er den Trends nicht folgt“, so Gaara. „Er hat sich mit seinen Kollegen von Gamers2 für die Matches vorbereitet und dabei wahrscheinlich Konter-Decks kreiert, welche perfekt gegen die Control-Decks von Thijs gewesen wären. Im Allgemeinen waren jedoch nicht so viele Control-Decks beim Turnier zu sehen.“

Der Niederländer hatte großen Erfolg bei der WM: „Thijs hatte die perfekte Mischung dabei, wenn es darum ging, die Kontrahenten aus Asien und ihre Decks zu besiegen. Ich halte ihn auch neben Ostkaka für den Favoriten auf den Turniersieg.“

„Ich habe Ostkaka selbst bei der Vorbereitung für das Turnier geholfen“, erklärt Gaara. „Wir haben Spreadsheets gemacht mit den Deck-Listen und seine Deck-Auswahl für die BlizzCon optimiert.“

Ein weiter Weg zur Qualifikation

Gaara selbst hat es nicht zur WM geschafft. „Es gab mehrere Möglichkeiten, um sich für die WM zu qualifizieren, doch wenn man wie ich viel Zeit mit anderen Turnieren und Livestreams verbrachte, dann wurde es einem enorm erschwert“, erklärt der Deutsche.

„Spieler, welche in Ladder-Matches die meisten Punkte sammelten, erhielten die Chance, beim Regional Final sowie beim Last-Chance-Qualifier teilzunehmen. Um gute Chancen zu haben war es allerdings teilweise nötig, in einem Monat eintausend Spiele zu bestreiten. Ich hatte dafür einfach nicht die Zeit.“

Außerdem beschreibt Gaara, dass die europäische Qualifikation äußerst umkämpft war: „Kolento, einer der berüchtigtsten Hearthstone-Spieler überhaupt, ist beim europäischen Last-Chance-Qualifier in der ersten Runde eliminiert worden.“ Damit verpasste er die WM und blieb zum Zuschauen verdammt.

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