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Viele Mid-Laner nehmen sich Faker zum Vorbild © Twitch.tv - Riot Games

Viele neue Masteries finden in der Praxis Anwendung, sodass die Verteilung nun kein Selbstläufer mehr ist. Profis wie Faker und Co. machen es gekonnt vor.

Von Marco Gnyp

Je nach Champion-Typ unterscheidet sich die Verteilung der Masteries in der Mid-Lane voneinander.

Der Control-Mage

Control- und Poke-Mages in der Mid-Lane setzen 18 Punkte in den "Cunning"-Baum. Neben "Savagery" für leichtere Last-Hits setzte Faker zuletzt auch auf "Assassin". "Merciless" und "Dangerous Game" sind selbsterklärend und für jeden Carry dieser Art ein Muss.

Mit Control-Mages setzt Faker oft auf diese Masteries. © Riot Games

"Intelligence" ist für die meisten Mages die richtige Wahl. Für Champions hingegen, die auch mit Auto-Attacks arbeiten, beispielsweise "Viktor" oder "Twisted Fate", entschied sich SK Telecoms Super-Star für "Precision". Das Key-Mastery "Thunderlord's Decree" ist Pflicht.

Die restlichen zwölf Punkte verteilt Faker bei dieser Art von Champions in den "Resolve"-Baum, wodurch die Defensive und Utility etwas verbessert wird. "Recovery" und "Veteran's Scars" erhöhen die Regeneration bzw. die maximale Gesundheit, während "Explorer" und "Insight" den Movement-Speed auf manchen Teilen der Map erhöhen und außerdem die Cooldowns der Summoner Spells heruntergesetzt werden.

Die Assassins

Als weitere Gruppe von Champions in der Mid-Lane setzen die Assassins auf eine leicht abgeänderte Verteilung der Mastery-Punkte. Auf den Assassins, die gut farmen können, also entweder keine Nahkämpfer sind oder günstige und geeignete Spells haben, sind zwölf Punkte im Baum "Ferocity" zu empfehlen. Faker greift in der Regel mit Champions wie "Zed", "LeBlanc" oder "Ahri" auf diesen Build zurück.

Mit "Sorcery" wird der Schaden aller Fähigkeiten um 2% erhöht. Selbst mit "Zed", der, im Vergleich zu anderen Mid-Lanern, viele Auto-Attacks macht, bevorzugt er dieses Mastery. "Feast" und "Vampirism" verbessern den Sustain und damit die Laning-Phase.

Auf vielen Assassins ist eine derartige Verteilung empfehlenswert. © Riot Games

 Ob man sich als Assassin für "Bounty Hunter" oder "Oppressor" entscheidet, hängt vom eigenen Champion und den Mitspielern ab. Bei viel Crowd Control macht es definitiv Sinn, über "Oppressor" nachzudenken. Ansonsten kann als Assassin mit "Bounty Hunter" generell nicht viel falsch gemacht werden, da dieser Spielertyp darauf auf ist, viele Gegner zu eliminieren. Wenn es gelingt, drei verschiedene Champions in einem Game zu killen, ist "Bounty Hunter" in jedem Fall besser.

Die 18 Punkte in "Cunning" sind überwiegend wie bei den Control-Mages verteilt. Lediglich in der vorletzten Reihe entschied sich der Koreaner stets für "Precision" anstelle von "Intelligence". Auch hier ist "Thunderlord's Decree" absolut Pflicht, da der zusätzliche Burst ideal für die eigentliche Aufgabe von Assassins geeignet ist.

Drei situationsbedingte Keystone-Masteries

Auf dem ein oder anderen Champion sind größere Unterschiede bezüglich der Mastery-Verteilung angebracht. Experimentierfreudigen Spielern kann im "Cunning"-Baum "Stormraider's Surge" ans Herz gelegt werden. Dieses Mastery bringt eine Menge Utility mit, wenn ein Champion innerhalb von 2,5 Sekunden mindestens 30% der maximalen Gesundheit des Gegners an Schaden macht.

Der deutsche LCS-Kommentator Maxim hofft darauf, dass in Zukunft mehr LCS-Spieler darauf setzen werden: "Stormraider's ist nunmal nicht schlecht. Es ist natürlich gerade dann gut, wenn die Gegner besonders viele Verlangsamungen haben."

"Yasuo" ist unter den Mid-Lanern noch einmal ein eigener Fall. Da er aufgrund seiner passiven Fähigkeit rasch eine sehr hohe Chance auf kritische Treffer erreicht, eignet sich "Warlord's Bloodlust“ perfekt für ihn.

Zusätzlich wird auf diesem Weg auch "Battering Blows" mitgenommen. Die restlichen zwölf Punkte wandern für eine etwas bessere Laning-Phase und schneller verfügbare Summoner Spells in den "Resolve“-Baum.

Das Key-Mastery "Deathfire Touch" hat eine deutlich bessere Skalierung als "Thunderlord’s Decree", ist aber nur für die Champions sinnvoll, die im Late-Game viel Ability Power haben und Flächenschaden sowie Schaden über Zeit austeilen können. Kandidaten dafür sind beispielsweise Brand oder Cassiopeia, wobei sich Faker auch auf Kassadin damit versuchte.

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