Video

Die Schwimmer Paul Hentschel und Laura Kelsch sorgen für die nächsten beiden Medaillen für die deutschen Athleten in Baku. Die Fechter und Volleyballerinnen gehen leer aus.

Während die deutschen Schwimmer am ersten Wettkampftag gleich die ersten Medaillen bejubeln dürfen, herrscht im Lager der Fechter und Volleyballer Ernüchterung.

Bei den deutschen Boxern gibt es am zwölften Tag in Baku Licht und Schatten.

SPORT1 fasst die wichtisten Ereignisse aus deutscher Sicht in Baku zusammen.

+++ Gold und Silber für den DSV +++

Zum Auftakt der Schwimmwettbewerbe holte sich Paul Hentschel über 400 m Freistil in 3:52,43 Minuten den Sieg. Der 18 Jahre alte Chemnitzer war ohne große Medaillenambitionen über diese Distanz angetreten, und rechnete auch während des Rennens nicht mit einem Triumph: "Nach 75 Metern habe ich gesehen, dass ich einen Riesenvorsprung habe. Dann habe ich was rausgenommen und bin trotzdem locker vor dem Feld geblieben, es hat mich kaum angestrengt." 

Es war das zwölfte Gold für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Baku.

Die erst 15-jährige Laura Kelsch schwamm über 50 m Brust in 31,87 Sekunden zu Silber. Sämtliche Wasserwettbewerbe in Baku sind Junioren-Wettkämpfe (U17 beziehungsweise U19) und gleichzeitig Europameisterschaften.

+++ Heidemann scheitert früh +++

Britta Heidemann, Goldmedaillengewinnerin von Peking 2008, sucht weniger als drei Wochen vor den Weltmeisterschaften weiter nach ihrer Form.

Die 32-Jährige scheiterte im Degen-Einzel in der Runde der letzten 32 an der international weitgehend unbekannten Russin Tatjana Andrijuschina mit 14:15.

"Ich habe zu spät angefangen, mit Spannung auf der Bahn zu stehen. Das sah träge aus. Das ärgert mich", sagte Heidemann, die einem frühen Rückstand hinterherhechelte und während des Gefechts laut mit sich haderte.

In ihrer Vorrundengruppe hatte Heidemann noch vier ihrer sechs Gefechte gewonnen, darunter gegen die EM-Dritte Simona Pop (Rumänien). Heidemann war in ihrem Unglück nicht allein: Auch das deutsche Säbel-Quartett um Björn Hübner ging leer aus.

+++ Schmetterlinge verpassen Halbfinale +++

Trotz einer starken Aufholjagd nach 0:2-Satz-Rückstand scheiterten indes die deutschen Volleyballerinnen im Viertelfinale der Europaspiele am Weltranglisten-28. Polen mit 2:3 (23:25, 17:25, 25:18, 25:14, 10:15).

"Wir sind natürlich enttäuscht. Manchmal sind es kleine Dinge, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Aber das Turnier hier war für uns eine sehr gute Möglichkeit zu lernen", sagte Trainer Luciano Pedulla, der mit seiner Mannschaft von Baku zum ersten Grand-Prix-Turnier (3. bis 5. Juli) nach China weiterreist.

+++ Box-Trio sichert Bronze +++

Die Amateur-Boxerinnen Tasheena Bugar (Leichtgewicht) und Azize Nimani (Bantamgewicht) sowie Halbweltergewichtler Kastriot Sopa machten derweil mit Viertelfinalsiegen die Medaillen drei bis fünf für den Deutschen Boxsport-Verband (DBV) fix.

Weil es keinen Kampf um den dritten Platz gibt, erhalten beide Halbfinalverlierer eine Bronzemedaille. Am Montag hatten sich bereits Sarah Scheurich (Mittelgewicht) und Hamza Touba (Federgewicht) für die Vorschlussrunde qualifiziert, die am Mittwoch beginnt.

"So ein gutes Abschneiden hatten wir lange nicht mehr. Ich bin froh, dass der Vergleich mit der europäischen Elite hier so gut ausfällt", sagte Michael Müller, Sportlicher Leiter im DBV.

Dagegen schieden Albon Pervizaj (Schwergewicht) und Abass Baraou (Weltergewicht).

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel