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Sie ist die größte Hoffnung der deutschen Fechter bei den Europaspielen. Britta Heidemann kann bereits auf zahlreiche Erfolge zurückblicken, hat in Baku aber viel vor.

"Ich hoffe, ein wenig olympische Luft zu schnuppern und möchte mir den letzten Drive holen, um bei der WM voll loslegen zu können", gibt Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann ihr Ziel für die Europaspiele (täglich LIVE im TV auf SPORT1) aus.

Nach einer längeren Verletzungsphase und einem enttäuschenden Abschneiden bei den Europameisterschaften Anfang Juni will die Weltranglisten-Achte in Baku so viel Wettkampfpraxis wie möglich sammeln. (SPORT1-Interview mit Britta Heidemann)

"Ein kleiner Dämpfer bedeutet ja nicht, dass ich mein Gesamtziel nicht erreiche, sondern nur, dass ich mich vielleicht etwas umstellen sollte. Daraus schöpfe ich auch Motivation", reflektiert die 32-Jährige, die ihr Augenmerk voll auf die Qualifikation für Rio 2016 richtet.

Europaspiele in Baku als Etappenziel

Baku ist ein wichtiger Zwischenschritt für die deutsche Vorzeigefechterin, nicht, weil es dort um Punkte für die Weltrangliste geht, sondern weil die Europaspiele den Leistungsaufbau in Hinblick auf die bedeutsame Weltmeisterschaft im Juli, bei der es dann um wertvolle Punkte für die Olympia-Qualifikation geht, unterstützen.

Heidemann hat bereits alle großen Titel gewonnen, die es im Fechtsport zu gewinnen gibt: Weltmeisterin 2007, Olympiasiegerin 2008, Europameisterin 2009, dazu kommen weitere 16 Medaillen bei internationalen Meisterschaften.

Und auch beruflich ist die frühere Moderne Fünfkämpferin nach Abschluss ihres Diplom-Studiums der "Regionalwissenschaften Chinas mit Schwerpunkt BWL" äußerst erfolgreich, u.a. freiberuflich als Unternehmensberaterin.

"Kleine Olympische Spiele" in Baku

Sie hält Vorträge zu Fragen der Motivation, Erfolgsstrategien und deutsch-chinesischen Beziehungen, leitet Workshops und Incentives im Fechten und engagiert sich vielseitig in sozialen Projekten.

Die Leidenschaft fürs Fechten hat die Kölnerin dabei auch nach 20 Jahren Leistungssport nicht verloren. "Ich erhoffe mir, dass die Europaspiele kleine Olympische Spiele werden." Wenn sie die Spiele in Baku also als die "Miniausgabe" der größten Sportveranstaltung der Welt wahrnehmen kann, dann stehen ihre Chancen auf eine Medaille besonders gut.

Gefördert von der Deutschen Sporthilfe wird Heidemann seit ihrem 16. Lebensjahr, aktuell im ElitePlus-Programm. Dieses gewährt olympischen Medaillenkandidaten für maximal 18 Monate vor Olympischen Spielen eine regelmäßige Monatszahlung von 1.500 Euro.

Steckbrief von Britta Heidemann

Sportart:                    Fechten - Degen

Geburtstag:                22.12.1982

Beruf:                        Freiberufliche Unternehmensberaterin

Größte Erfolge:           Olympiasiegerin 2008, Olympiazweite 2012 und 2004, Weltmeisterin 2007, Europameisterin 2009

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