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Im vierten Satz war schon fast alles vorbei: Deutschlands Volleyballerinnen erleben gegen Bulgarien ein dramatisches Auf und Ab - mit glücklichem Ende. Das Ziel ist klar formuliert.

Die deutschen Volleyballerinnen sind mit einem knappen Sieg in die ersten Europaspiele gestartet.

Die Mannschaft von Bundestrainer Luciano Pedulla bezwang Bulgarien in Baku in einem Fünf-Satz-Krimi 3:2 (25:22, 24:26, 10:25, 28:26, 15:10).

"Wir haben gut begonnen, dann aber unseren Aufschlag und Angriff 'verloren'. Auch die Aggressivität ließ nach, vor allem im Block. Mit etwas Glück haben wir den vierten Satz gewonnen, danach sind wir wieder aggressiver gewesen in allen Elementen", sagte Pedulla.

Vor gut gefüllten Rängen in der Crystal Hall lieferten sich die beiden Teams am Anfang einen offenen Schlagabtausch, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen.

Doch dann bekam die mit einigen Neulingen gespickte Auswahl um Angreiferin Margareta Kozuch den Gegner besser in den Griff und ließ sich den ersten Durchgang nicht mehr nehmen. Anja Brandt verwandelte den zweiten Satzball.

Danach verlor der Vize-Europameister aber den Faden und lag zwischenzeitlich sogar mit acht Punkten hinten. Trotz einer starken Aufholjagd und zweier abgewehrter Satzbälle kassierten Kozuch und Co. den Ausgleich.

Den dritten Durchgang schenkte das Team komplett ab, bevor Deutschland mit einer Leistungssteigerung den Tiebreak erzwang. Erneut Brandt machte mit einem Ass den Erfolg perfekt.

"In Baku wollen wir ein gutes Ergebnis erzielen. Unser erstes Ziel ist das Erreichen des Viertelfinals", hatte Pedulla vor dem Spiel gesagt.

Der schwer erkämpfte Triumph gegen Bulgarien sollte seinen Schützlingen, die sich in Baku die nötige Wettkampfhärte für die Europameisterschaft (26. September bis 4. Oktober) und die Olympia-Qualifikation (4. bis 9. Januar 2016) holen wollen, genügend Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben verleihen.

Die Deutschen treffen in Aserbaidschan in der Gruppe B noch auf Serbien (Montag, 17 Uhr), die Niederlande (Mittwoch, 6 Uhr), Russland (Freitag, 19 Uhr) und Kroatien (Sonntag, 13.30 Uhr). Die jeweils ersten Vier der beiden Sechsergruppen ziehen in die K.o.-Runde ein.

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