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Patrick Hickey am Rande der Europaspiele in Baku
Patrick Hickey am Rande der Europaspiele in Baku © Getty Images

Nach Auffassung von Patrick Hickey, Präsident der Vereinigung der Nationalen Olympischen Komitees in Europa (EOC), hat Europaspiele-Gastgeber Baku seine Tauglichkeit unter Beweis gestellt, Olympische Sommerspiele auszurichten. "Baku ist olympiareif.

Die Infrastruktur und die Organisation befähigen Aserbaidschan dazu, die Spiele auszurichten. Diese Europaspiele haben in jedem Bereich unsere Erwartungen übertroffen", sagte der Ire bei der Abschluss-Pressekonferenz der am Sonntagabend endenden Kontinentalspiele.

Mit Blick auf die geplante zweite Auflage im Jahr 2019 ist sich Hickey "absolut sicher", angesichts von angeblich sieben Interessenten "schnell einen geeigneten Gastgeber zu finden".

Die eigentlich vorgesehene niederländische Hauptstadt Amsterdam hatte am 10. Juni aus finanziellen Gründen einen Rückzieher gemacht.

Bei der Wahl des Ausrichters präferiert Hickey, sich vom Ostrand des Kontinents wieder wegzubewegen. "Diese Spiele haben geholfen, neue Kandidaten für 2019 zu finden. Wir möchten eine geographische Balance haben. Wir waren im Osten, wollen nun in den Westen", sagte der Ire.

Welche Städte infrage kommen, verriet der 70-Jährige nicht. Zuletzt hatte die Türkei ihr Interesse an der Ausrichtung bekundet. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge bewerben sich auch Kasan in Russland und die weißrussische Hauptstadt Minsk um die zweite Ausgabe. Über eine interessierte Stadt aus Westeuropa ist nichts bekannt.

Im Fall der verweigerten Einreise des britischen Guardian-Reporters Owen Gibson, um die sich Hickey laut einem Statement vom Beginn der Spiele "intensiv" kümmern wollte, konnte der Ire keine positive Entwicklung vermelden.

"Er ist einer von 900 internationalen Journalisten, die eine Akkreditierung beantragt haben. Das ist kein schlechtes Ergebnis", sagte Hickey und fügte hinzu: "Jeder Journalist sollte Gelegenheit haben, über die Spiele zu berichten. Aber wir können einem souveränen Staat nicht sagen, was er zu tun hat."

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