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Trotz Startschwierigkeiten kämpft sich Dimitrij Ovtcharov ins Finale der Tischtennis-Konkurrenz. Jetzt winkt nicht nur Gold, sondern auch die Qualifikation für Olympia.

Tischtennis-Europameister Dimitrij Ovtcharov trennt nur noch ein Sieg von der Goldmedaille und der damit verbundenen Direkt-Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro.

Im Halbfinale rang der 26-Jährige seinen Angstgegner Paul Drinkhall (Großbritannien) trotz anhaltender Rückenprobleme mit 4:2 nieder.

Ovtcharov lobte bei SPORT1 anschließend die Leistung seines Kontrahenten: "Er hat sehr schlau und aggressiv gespielt, das Risiko nicht gescheut. Aber ich bin einfach dran geblieben, habe gebissen und zum Glück am Ende den Sieg geholt."

"Das wird ein schweres Finale"

Gegner im Spiel um Gold (ab 15.45 Uhr live im TV bei SPORT1) ist der weißrussische Altmeister Wladimir Samsonow, der den ungesetzten Ukrainer Kou Lei locker in fünf Sätzen besiegte.

"Ich rechne jetzt fest mit meinem Teamkollegen Wladimir Samsonow im Endspiel, das wird ein schweres Finale", hatte Ovtcharov schon vor der Partie prophezeit.

Gegen den Weltranglisten-55. Drinkhall, der Ovtcharov zuletzt zweimal bei den Russian Open geschlagen hatte, erlitt die Nummer sechs des Rankings bei seinem vierten Einzelauftritt in der aserbaidschanischen Hauptstadt die ersten Satzverluste.

Trainer Roßkopf glaubt an Gold

Besonders im ersten Durchgang (2:11) fand Ovtcharov kein Rezept gegen das Spiel des 25-Jährigen, steigerte sich aber danach kontinuierlich.

"Im ersten Satz hat Dima sich schlecht bewegt, sich aber danach gesteigert und das Spiel dominiert", analysierte Ovtcharov-Trainer Jörg Roßkopf bei SPORT1. "Die Chancen im Finale stehen sicher ganz gut. Es ist ja auch nicht die einzige Chance, sich für Olympia zu qualifizieren, insofern ist der Druck nicht immens groß. Aber Gold ist natürlich das Ziel, das hat er ja auch von Beginn an gesagt."

Ovtcharov war in Baku einziger deutscher Starter im Herren-Einzel, nachdem Rekordeuropameister Timo Boll (Düsseldorf) seine Teilnahme aufgrund einer Lebensmittelvergiftung kurzfristig abgesagt hatte.

Die deutschen Starterinnen Han Ying und Petrissa Solja, Siegerinnen im Teamwettbewerb der Europaspiele, waren jeweils im Viertelfinale ausgeschieden.

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