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Kapitän Jochen Schöps steht mit den deutschen Volleyballern im Finale von Baku. Nach einer Traumsaison in Polen will der Volleyballer des Jahres den goldenen Abschluss.

Jochen Schöps fackelt auf dem Spielfeld nicht lange, dafür ist der Diagonalangreifer bekannt. Trotzdem ist er ein stiller Typ, fällt statt wilder Gesten lieber durch seinen Einsatz auf.

Als sportlich und charakterlich wertvoller Spieler führt der 31-Jährige die Nationalmannschaft seit 2013 als Kapitän an, wodurch seine immens wichtige Rolle für das Team auch nach außen hin noch sichtbarer wird.

Mit Vollgas ins Finale

Vor Beginn der Europaspiele äußerte sich Schöps noch recht bescheiden hinsichtlich des Ziels der Mannschaft in Baku: "Wir wollen dort gut spielen und hoffen in die Viertelfinals zu kommen, vielleicht sogar ein bisschen mehr."

Das Ziel ist längst erreicht, am Sonntag (10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, LIVESTREAM und LIVETICKER) kämpfen die deutschen Volleyballer um die Goldmedaille. Gegner ist Bulgarien, gegen das Schöps und Co. in der Gruppenphase ein klares 3:0 feierten.

Schöps erwartet im Finale aber ein ganz anderes Spiel. "Sie werden stabiler spielen, das wird ein sehr hartes und enges Spiel - überhaupt nicht ähnlich zum Gruppenspiel", warnte der Kapitän bei SPORT1: "Wir müssen taktisch gut vorbereitet sein und das umsetzen wie gegen Russland, dann können wir das packen."

EM und Olympia schon im Blick

Die Europaspiele bieten eine gute Orientierungsmöglichkeit bezüglich der im Oktober stattfindenden Europameisterschaft, beziehungsweise dem Olympiaqualifikationsturnier im Januar, auf denen das Hauptaugenmerk liegt.

"Die Olympia-Quali ist ein hochgestecktes Ziel, aber unser aller Wunsch und Traum und wert es anzugehen", äußert sich der Kapitän ehrgeizig.

Kein unrealistisches Ziel nach dem dritten Platz bei der Weltmeisterschaft im letzten Jahr.

Traumsaison im Volleyball-Paradies

Der Zwei-Meter-Mann spielt seit 2012 bei dem polnischen Verein Asseco Resovia Rzeszow und fühlt sich dort mehr als wohl.

Volleyball hat in Polen einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland, was für Schöps als wahres Paradies wahrgenommen wird, da er die Anerkennung bekommt, die man sich als Sportler wünscht.

Die letzte Saison hätte für den gebürtigen Schwenninger nicht besser laufen können. Mit seinem Verein gewann er die polnische Meisterschaft, erreichte den zweiten Platz in der Champions League und wurde zum Volleyballer des Jahres gewählt.

"Die Saison war schon sehr erfolgreich! Der Titel ist eine Riesenehre. Ich hatte nicht damit gerechnet, da es in dieser Liga so viele Topspieler aus aller Welt gibt", äußert sich Schöps glücklich und gewohnt bescheiden.

Jochen Schöps wird - wie der Großteil der Volleyball-Herrenmannschaft in Baku - von der Deutschen Sporthilfe gefördert, der Kapitän bereits seit seinem 16. Lebensjahr.

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