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Die deutschen Judoka Luise Malzahn und Jasmin Külbs verpassen weiteres Gold. Schwimmerin Maxine Wolters hat hingegen allen Grund zur Freude. Die Reise der Badminton-Asse endet.

Zwei Gold-Träume platzten, einer ging in Erfüllung und zweimal blieb es bei Bronze: Am 16. Tag der Europaspiele in Baku holten die deutschen Athleten insgesamt fünf Medaillen.

Die deutschen Judoka haben weiteres Gold verpasst. Jasmin Külbs (Zweibrücken) und Luise Malzahn (Halle/Saale) verloren am Samstag ihre Finals. Martyna Trajdos, die am Freitag in der Klasse bis 63 kg Gold gewann, wurde zur Fahnenträgerin bei der Schlussfeier ernannt. Für das 15. deutsche Gold sorgte Junioren-Schwimmerin Maxine Wolters zum Abschluss der Wettbewerbe im Aquatics Center.

Im Badminton verpassten Dieter Domke und das Mixed Raphael Beck/Kira Kattenbeck den Finaleinzug, die Bronzemedaille war bereits mit dem Einzug ins Halbfinale sicher. Derweil sorgte die aserbaidschanische Langstreckenläuferin Chaltu Beji für den zweiten Dopingfall der Spiele.

Külbs und Malzahn verpassen Krönung

Külbs, EM-Dritte in der Gewichtsklasse über 78 kg, unterlag im Finale Titelverteidigerin Emilie Andeol aus Frankreich durch Ippon.

"Es war ein überragender Tag und mein größter Erfolg bisher. Die Enttäuschung sitzt ab er noch", sagte die 23-Jährige zu SPORT1: "Es ist schwierig, sich zu einem Lächeln durchzuringen."

Malzahn (bis 78 kg) musste sich nach einer starken Turnierleistung mit Siegen unter anderem über die WM-Dritte Anamari Velensek (Slowenien) im Finale der niederländischen Ex-Weltmeisterin Marhinde Verkerk geschlagen geben. Verkerk hatte die 25-Jährige beim World Master im Mai noch bezwungen.

"Im Finale war sie einfach nochmal besser", teilte die 25-Jährige SPORT1 mit, schob aber nach: "Ich bin sehr zufrieden. Ich weiß, dass ich die besten schlagen kann." Mit Blick auf die WM im August sei es "auf jeden Fall eine gute Generalprobe" gewesen.

Im Kampf um Bronze zog der Olympiadritte Dimitri Peters (Hannover) in der Klasse bis 100 kg gegen den EM-Dritten Cyrille Maret aus Frankreich den Kürzeren. "Es war ein kraftraubender Kampf, in dem ich einfach nicht zum Zug gekommen bin", sagte Peters im Gespräch mit SPORT1.

In der Bilanz des Deutschen Judobundes (DJB) bei den Europameisterschaften stehen vor den abschließenden Mannschaftswettbewerben am Sonntag neun Medaillen.

Goldmedaillengewinnerin Trajdos trägt Fahne

Trajdos, die für das einzige Gold verantwortlich zeichnet, wird am Sonntag die deutsche Fahne tragen. Das gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Samstag bekannt.

"Wir hatten bei der Eröffnungsfeier in Fabian Hambüchen einen späteren Sieger der Europaspiele und haben nun in Martyna Trajdos bei der Schlussfeier ebenfalls eine Siegerin", sagte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig: "Die beiden stehen stellvertretend für eine starke und erfolgreiche deutsche Mannschaft, die aus jungen und arrivierten Athleten besteht".

Drittes Gold im Schwimmen

Für das 15. Gold der Spiele sorgte Maxine Wolters aus Hamburg über 200 m Lagen bei den Junioren-Wettbewerben der Schwimmer.

Insgesamt gewannen die deutschen Nachwuchs-Schwimmer in Baku 13 Medaillen, davon drei aus Gold. Sämtliche Wasserwettbewerbe bei der Premiere der Europaspiele in Aserbaidschan sind Junioren-Wettkämpfe (U17 und U19).

Badminton-Asse trösten sich mit Bronze

In ihren Halbfinals kassierten die Badmintonspieler Dieter Domke (Bischmisheim) im Einzel und Raphael Beck/Kira Kattenbeck (Refrath/Wesel) im Mixed Niederlagen gegen "Danish Dynamite" und reisen mit Bronze nach Hause.

Domke musste sich Emil Holst 14:21, 15:21 geschlagen geben.

"Es war das sechste Spiel am sechsten Tag, da hat am Ende einfach die Kraft nicht gereicht. Wenn ich etwas fitter gewesen wäre, wäre was drin gewesen", sagte Domke zu SPORT1.

Beck/Kattenbeck unterlagen den an Position drei gesetzten Niclas Nohr/Sara Thygesen in drei Sätzen. Insgesamt holte der Deutsche Badminton-Verband (DBV) in Baku drei Bronzemedaillen.

Fechter gehen leer aus

Die junge Florett-Mannschaft der Herren unterlag Großbritannien im Viertelfinale, das zugleich die erste Runde war, deutlich mit 26:45. Am Ende stand Platz fünf nach dem 45:24 gegen Polen.

Rund zwei Wochen vor der WM in Moskau (13. bis 19. Juli) holten die Vertreter des Deutschen Fechter-Bundes lediglich eine Bronzemedaille durch das Säbel-Team der Herren.

Für den zweiten Dopingfall sorgte die aserbaidschanische Leichtathletin Chaltu Beji, souveräne Siegerin im 3000-m-Hindernislauf im Rahmen der dritten Liga der Team-EM.

Die gebürtige Äthiopierin wurde in der A- und B-Probe positiv auf die anabole Substanz Ostarine getestet. Die 18-Jährige wurde von den Spielen ausgeschlossen, ihre Ergebnisse gestrichen.

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