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Portugals Jose Maria Fonseca trifft spektakulär
Portugals Jose Maria Fonseca (r.) trifft gegen die Schweiz doppelt © dpa Picture Alliance

Jose Maria Fonseca ist bei der Geburt seines Sohnes nicht vor Ort. Drei Tage später trumpft er beim Beachvolleyball in Baku auf. Was er dann sagt, sorgt für Gänsehaut.

Man kennt den Jubel aus der Bundesliga. Kamera suchen, Daumen in den Mund, Grüße nach Hause: Wenn ein Fußballspieler Vater wird, will er das der Welt mitteilen. Auch die Europaspiele in Baku machen da keine Ausnahme.

Der portugiesische Beachsoccer-Spieler Jose Maria Fonseca hatte im Gruppenmatch gegen die Schweiz gleich doppelt Grund zum Nuckeln. Zwei sehenswerte Treffer steuerte der 32-Jährige zum 6:5-Sieg seines Teams bei, zweimal feierte er per Daumen-Jubel.

"Mit Extra-Power gespielt"

"Ich habe mich heute sehr stark gefühlt", sagte Fonseca später, "es war, als hätte ich mit Extra-Power gespielt."

Diese Extra-Portion Motivation und Stärke hat ihm der kleine Alfonso gegeben. Drei Tage vor dem Spiel gegen die Schweiz wurde Fonsecas Sohn in der portugiesischen Heimat geboren. Weil der aufgeregte Papa nicht dabei sein konnte, verfolgte er die Geburt live per Face-Time am Smartphone.

"Ich habe die ganze Zeit geweint - wie ein kleines Mädchen", verriet Fonseca.

Im nächsten Spiel ein Hattrick

Weniger weinerlich klang die Botschaft, die er dann in Richtung seines Juniors aussprach: "Ich weiß, dass ich mit der Goldmedaille zurück nach Hause kommen muss. So kann ich meinem Sohn erklären, warum ich während seiner Geburt nicht da war."

Im nächsten Spiel gegen die Ukraine wolle er sogar einen Hattrick für Alfonso schießen, kündigte Fonseca an.

Baku-Reise richtig

Die Entscheidung, trotz der bevorstehenden Geburt nach Baku gereist zu sein, bereue er übrigens nicht: "Ich repräsentiere mein Land. Das ist mein Traum. Und ich denke, es ist auch wichtig für meinen Sohn zu verstehen, dass man für seine Träume kämpfen muss."

Bald, wenn er aus Baku zurückgekehrt ist, kann er das Alfonso persönlich sagen. Zunächst gibt es nur einen Weg der Kommunikation: Kamera suchen, Daumen in den Mund, Grüße nach Hause.

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