Video

Martyna Trajdos und Laura Vargas Koch stehen bei den Europaspielen in Baku jeweils im Finale. Ein umstrittenes Kampfrichterurteil verhindert einen weiteren Gold-Kampf.

Die Judoka Laura Vargas Koch und Martyna Trajdos greifen nach den ersten Europameister-Titeln für die deutschen Mattenkämpfer seit sieben Jahren.

Am zweiten Tag der EM im Rahmen der Europaspiele in Baku zogen sowohl die frühere Vizeweltmeisterin Vargas Koch (Berlin) in der Klasse bis 70 kg wie auch die Weltranglistensiebte Trajdos (Hamburg) in der Klasse bis 63 kg ins Finale (ab 16.20 Uhr im LIVETICKER) ein.

Zuletzt hatte die Leipzigerin Heide Wollert 2008 in Lissabon einen Titel für den Deutschen Judo-Bund geholt. Zum Auftakt hatte es in Baku dreimal Bronze für den DJB gegeben.

Vargas Koch (24) trifft im Finale auf die Niederländerin Kim Polling, Europameisterin von 2013 und 2014. Polling hatte im Halbfinale die Kölnerin Szaundra Diedrich bezwungen, die damit im kleinen Finale gegen die Österreicherin Bernadette Graf um Bronze kämpft.

Die 26 Jahre alte Trajdos bekommt es im Kampf um Gold mit der WM-Dritten Tina Trstenjak (Slowenien) zu tun, nachdem sie sich im Halbfinale überraschend gegen Frankreichs Weltmeisterin Clarisse Agbegnenou durchgesetzt hatte. Im Gold-Duell ist Trajdos erneut Außenseiterin: Von den bisherigen neun Kämpfen gegen Trstenjak hat sie sieben verloren.  

Umstrittenes Urteil kostet weiteren Gold-Kampf

Zwei weitere deutsche Judoka stehen am Freitag im kleinen Finale um Bronze.

In der Klasse bis 81 kg unterlagen der frühere U23-Weltmeister Alexander Wieczerzak (Frankfurt) und der Berliner Sven Maresch jeweils in der Vorschlussrunde und zogen damit in die Trostrunden-Finals ein. Wieczerzak trifft dort auf den Weißrussen Aliaxandr Szsiaschenka, Maresch auf den Franzosen Loic Pietri.

Wieczerzaks Aus im Halbfinale gegen Ivan Nifontov war jedoch umstritten. Im Sudden Death erzielte der 24-Jährige den vermeintlich entscheidenden Punkt. Zunächst entschied der Kampfrichter für den Deutschen. Aber auch der Coach des Russen jubelte.

Nach Diskussionen und einer langen Beratung des Schiedsgerichts wurde Nifontov doch zum Sieger erklärt und zog ins Finale ein.

Bereits nach dem ersten Kampf beendet war die EM für Christopher Völk. Der Abensberger verlor in der Klasse bis 73 kg gegen den Tschechen Jaromir Jezek.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel