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Am letzten Wettkampftag sichern sich die deutschen Volleyballer den Turniersieg. Die Judo-Frauen verlieren das Finale im Teamwettbewerb, freuen sich aber über Silber.

Goldener Abschluss bei den Europaspielen durch die deutschen Volleyballer: Am letzten Wettkampftag in Baku sicherte sich das Team von Bundestrainer Vital Heynen am Sonntag gegen Bulgarien den Turniersieg.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) beendete die Premiere der Kontinentalspiele mit 16 Goldmedaillen in der Nationenwertung auf Platz vier, Erster im Medaillenspiegel wurde Russland. Die weiblichen Judoka holten zum Abschluss Silber im Teamwettbewerb.

Volleyballer werden Favoritenrolle gerecht

Im Volleyball-Finale setzte sich die der WM-Dritte mit 3:1 (25:16, 25:18, 29:31,25:21) gegen Bulgarien durch und erfüllte damit die eigenen Zielvorgaben.

"Bei den Europaspielen gehörten wir zu den Favoriten, und der Favorit muss auch Gold holen. Daher ist es für die Mannschaft eine sehr wichtige Medaille", sagte Bundestrainer Heynen zu SPORT1.

Das Team um Kapitän Jochen Schöps hatte die Partie von Anfang an im Griff und ließ die Bulgaren nicht richtig ins Spiel kommen. Verlass war erneut auf den starken Angriff um Schöps und Christian Fromm.

Deutschland unterstrich mit dem Erfolg seine Favoritenrolle für die EM in Bulgarien und Italien (9. bis 18. Oktober). "Wir haben gezeigt, dass WM-Bronze keine Eintagsfliege war, sondern dass wir uns gerade auf europäischer Ebene nicht verstecken müssen", sagte Topscorer Fromm im Gespräch mit SPORT1.

Einzige Niederlage gegen Russland

Beide Mannschaften hatten sich bereits in der Gruppenphase gegenüber gestanden.

Auch dieses Duell hatte Deutschland klar für sich entschieden. Die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) überzeugte in Aserbaidschan auf ganzer Linie. Nach der Auftaktniederlage gegen den späteren Halbfinalgegner Russland gab es sieben Siege in Folge, davon fünf ohne Satzverlust.

Judoka verpassen weiteres Gold

Die deutschen Judoka verpassten zum Abschluss ihrer Europameisterschaften im Rahmen der Europaspiele ihr zweites Gold. Im Mannschaftswettbewerb der Frauen unterlag die Auswahl des Deutschen Judobunds (DJB) um Europameisterin und Fahnenträgerin Martyna Trajdos (Hamburg) Titelverteidiger Frankreich im Finale mit 1:4.

"Wir haben Silber gewonnen und nicht Gold verloren", sagte Trajdos zu SPORT1.

Die Männer um die beiden Bronzemedaillengewinner Sebastian Seidl (Abensberg) und Alexander Wieczerzak (Wiesbaden) unterlagen im Kampf um Bronze Russland mit 2:3.

Der DJB beendete die EM mit der starken Bilanz von einer Gold-, vier Silber- und fünf Bronzemedaillen, acht der zehn Medaillen gingen auf das Konto der Frauen. Davor hatte das deutsche Judo letztmals 2008 bei einer EM Gold gewonnen.

"Die neun Medaillen übertreffen unsere kühnsten Erwartungen. Das ist ein großartiges Ergebnis für den Deutschen Judo-Bund", sagte DJB-Sportdirektor Mark Borchert im Gespräch mit SPORT1. "Wir können mit breiter Brust zur WM in Astana fahren"

Brethauer verpasst Medaille

Die Medaillenträume von Luis Brethauer platzten bereits vor dem BMX-Finale.

Der 22-Jährige schied im Halbfinale als Siebter aus und verpasste somit die Qualifikation für den Endlauf um Gold. Zuvor war bereits der zweite Deutsche Julian Schmidt gescheitert.

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