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Die deutschen Volleyball-Frauen sind mit einem Sieg ins Olympia-Quali-Turnier gestartet
Margareta Kozuch (r.) und Kathleen Weiss freuen sich auf das Viertelfinale © Getty Images

Baku - Die deutschen Volleyballerinnen lassen Kroatien keine Chance und gehen mit viel Selbstvertrauen ins Viertelfinale. Bei den Männern sieht es noch besser aus.

Margareta Kozuch nahm sich Zeit für ein paar Fotos mit den einheimischen Fans, Lenka Dürr plauderte in aller Seelenruhe auf Englisch mit der aserbaidschanischen Presse.

Nach dem sicheren 3:0-Sieg über Kroatien zum Abschluss der Vorrunde bei den Europaspielen in Baku gehen die deutschen Volleyballerinnen locker, gelöst und vor allem mit breiter Brust in die K.o.-Runde.

Von SPORT1 auf den nächsten möglichen Gegner angesprochen, richtete Kapitänin Kozuch eine klare Kampfansage an die Konkurrenz: "Uns droht niemand. Den anderen droht Deutschland."

SPORT1 vor Ort in Baku
SPORT1 vor Ort in Baku © SPORT1/Getty Images

Noch nicht gegen Aserbaidschan

Als Dritter der Gruppe B wurde dem Team von Bundestrainer Luciano Pedulla am Montagmorgen der Dritte der Gruppe A, Polen, zugelost. Damit entging Gastgeber Aserbaidschan, der 0:3 gegen die Türkei verlor, ein Duell mit den selbstbewussten Deutschen.

Dabei hatte sich Kozuch bereits gefreut: "Aserbaidschan wäre eine tolle Herausforderung. Das würde auf jeden Fall eine volle Halle bedeuten."

Libera Dürr sagte ebenso selbstbewusst im SPORT1-Interview: "Natürlich wollen wir mehr. Mal schauen, wo es noch hingeht."

Nach der Niederlage gegen Russland zeigte die Mannschaft gegen Kroatien die erhoffte Reaktion und dominierte das Spiel von Beginn bis zum Ende. "Es war auch eine gute Möglichkeit, alle spielen zu lassen", sagte Kozuch.  Schließlich hatte der Viertelfinaleinzug durch das 3:0 der Niederlande gegen Bulgarien schon vor der Partie festgestanden, so aber zementierte man den dritten Platz.

Brinker warnt vor Nachlässigkeit

Pedullas Team hat in Baku bewiesen, dass es Steigerungspotenzial hat und scheint das Konzept des Neuen immer besser zu verinnerlichen. Wiebke Silge, mit 18 Jahren die jüngste Deutsche, erklärte: "Wir nähern uns einander an und sind noch in der Findungsphase."

Maren Brinker aber warnte angesichts der nicht immer vorhandenen Konstanz: "Wenn wir ein bisschen den Fokus verlieren, kann das auch schnell nach hinten losgehen."

Die Männer sind ebenfalls schon vor ihrem letzten Gruppenspiel fürs Viertelfinale qualifiziert. Am Montag (ab 8 Uhr im LIVETICKER) spielen sie gegen Belgien, Heimatland von Bundestrainer Vital Heynen, um den Gruppensieg. "Wenn wir unser Spiel aufziehen, sind wir besser", sagte Kapitän Jochen Schöps.

Neues Selbstbewusstsein hat Einzug erhalten im deutschen Volleyball.

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