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Fabian Hambüchen brilliert an seinem Spezialgerät. Mit einer glanzvollen Vorstellung gewinnt der deutsche Vorzeige-Turner in Baku vor einem Griechen und einem Russen.

Gold und Silber für Fahnenträger Fabian Hambüchen bei den Europaspielen: Ungerührt von einer leichten Fingerverletzung triumphierte der frühere Turn-Weltmeister in Baku an seinem Paradegerät Reck und gewann zudem Silber am Boden. (News)

Für den 27-Jährigen war es der erste internationale Einzel-Titel seit seinem Doppel-EM-Triumph 2009 im Mehrkampf und am Boden. 2007 war er in Stuttgart Weltmeister am Reck geworden.

"Es ist unbeschreiblich. Eine Riesenlast fällt von mir ab", sagte Hambüchen nach seinem Reck-Triumph zu SPORT1.

Die Silbermedaille am Boden habe ihm sehr geholfen. "Das hat den Tag perfekt gemacht. So turnt es sich natürlich leichter", sagte der 27-Jährige.

In Abwesenheit von Olympiasieger und Weltmeister Epke Zonderland (Niederlande) turnte sich Hambüchen im Finale der besten Sechs am Reck mit der höchsten Schwierigkeit und spektakulären Flugelementen zu Gold (15,533 Punkte) vor dem zweimaligen Weltmeister Vlasios Maras (Griechenland/15,366).

Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen setzte seinem Sohn keine Frist, bis wann der Goldmedaillengewinner feiern darf: "Der ist 27 der junge Mann, der wird seinen Vadder bestimmt nicht fragen".

Hambüchen holt Silber am Boden

Im Einzelfinale am Boden musste Hambüchen (15,100 Punkte) nach einer starken Vorstellung mit nur kleinen Wacklern allein dem Spanier Rayderley Zapata Santana (15,333) den Vortritt lassen. Im Mannschaftswettbewerb und im Mehrkampf war er zuvor jeweils auf den fünften Platz gelandet.

"Abgefahren! Ich wusste, ich habe eine minimale Chance, wenn alles passt. Es war eine geniale Übung", sagte Hambüchen nach seiner ersten Performance des Tages bei SPORT1: "Ich bin völlig zufrieden, besser geht's nicht. Dem Spanier gönne ich es, da wäre ich nie rangekommen."

Der deutsche Fahnenträger Hambüchen hatte am Freitag bekannt gegeben, wegen seines verletzten Mittelfingers der linken Hand auf das Ringe-Finale zu verzichten und sich auf die Entscheidungen am Boden und Reck zu konzentrieren.

Vor dem Mehrkampffinale am Donnerstag hatte sich Hambüchen beim Aufwärmen am Pauschenpferd verletzt.

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