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Die Schmetterlinge zeigten gegen Tschechien ihre beste Turnierleistung
Der Auftaktsieg der deutschen Volleyballerinnen fiel zwar knapp aus, freuen durften sie sich trotzdem darüber © Getty Images

Baku - Mit ihrem Auftaktsieg bei den Europaspielen haben die deutschen Volleyballerinnen Selbstvertrauen getankt. Der neue Coach Luciano Pedulla bleibt derweil tiefenentspannt.

Die Richtung war noch nicht so recht zu erkennen beim ersten Auftritt der deutschen Volleyball-Frauen bei den Europaspielen in Baku (LIVE auf SPORT1).

Vielmehr war das Spiel der "Schmetterlinge" gegen Bulgarien in der Crystal Hall, 2012 Schauplatz des Eurovision Song Contest, ein stetiges Auf und Ab. Unter dem Strich stand dann ein knapper Fünf-Satz-Sieg, der alle Chancen offen lässt für ein erfolgreiches Turnier.

"So kann es weitergehen. Ich freue mich unglaublich für die Mannschaft", sagte Kapitänin Margareta Kozuch, deren Team nach starkem Start zwischenzeitlich völlig den Faden verlor.

Topteams in Baku vertreten

Bundestrainer Luciano Pedulla erklärte: "Die Reaktion des Teams hat mich positiv gestimmt. Das Spiel gegen Serbien könnte jetzt schon die Tür öffnen fürs Viertelfinale." Im Gegensatz zu manch anderen Sportarten ist das Volleyball-Turnier in Baku top besetzt, die DVV-Auswahl trifft daneben in der Vorrunde noch auf Europameister Russland, Kroatien und die Niederlande.

Für Pedulla, der im Mai seinen Landsmann Giovanni Guidetti ablöste, sind die Europaspiele nach dem - zumindest von den Resultaten – enttäuschenden Masters in Montreux die erste echte Bewährungsprobe.

"Auf jeden Fall ist ein wichtiges Turnier, wir sind zum ersten Mal mit der gesamten Mannschaft zusammen", sagte Kozuch: "Ein bisschen Nervosität war deshalb schon da anfangs. Unser Ziel ist es, hier zu sehen, wo es vielleicht noch nicht ganz so rund läuft und zu wachsen. Natürlich werden wir alles geben, um am Ende in der Rangliste dann auch möglichst hoch abzuschneiden."

Pedulla als Gegenentwurf zu Guidetti

Ein positives Ergebnis würde dem erfahrenen Pedulla einiges erleichtern. Der 57-Jährige aus dem norditalienischen Novara ist ein ganz anderer Typ als sein emotionaler Vorgänger, wirkt tiefenentspannt, Veitstänze an der Seitenlinie sind ihm fern.

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"Wenn er mit uns redet, ist er eher ruhig und sagt uns konkret, was wir machen sollen", sagt Kozuch und fügt lachend an: "Aber wenn wir auf dem Feld sind, dann hat er schon ein bisschen Power." Die Kommunikation verlaufe größtenteils auf englisch und problemlos, zudem habe man ja "jede Menge Italiener" in der Mannschaft.

"Ich muss den Mädchen Vertrauen geben", erklärt Pedulla: "Ich versuche, ruhig zu bleiben und alles aufzunehmen, was auf dem Platz passiert."

Was in Zukunft drin sei mit der jungen Mannschaft? Das wisse er nicht, sagt Pedulla entwaffnend ehrlich im Gespräch mit SPORT1. Aber er sagt auch: "Ich bin immer optimistisch. Wir haben große Möglichkeiten."

Vielleicht wird man schon nach dem zweiten Gruppenspiel am Montag (17 Uhr) etwas deutlicher sehen können, in welche Richtung es geht.

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