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Ringerin Aline Focken (rechts) hat eine Medaille im Blick © Getty Images

Die Europaspiele in Baku sind gestartet. SPORT1 stellt die deutschen Hoffnungsträger vor. Ringerin Aline Focken im Portrait.

September 2014, Ringer-Weltmeisterschaften in Usbekistan: Papa und Heimtrainer Georg Focken stürmt auf die Matte und erdrückt seine Tochter fast vor Stolz. Aline Focken hat soeben das Finale gewonnen und sich zur Weltmeisterin gekürt.

Ziel: Eine Medaille in Rio

Freudentränen, Emotionen pur. Eine herausragende Leistung, die zuletzt vor 12 Jahren einem deutschen Ringer gelungen war, und die Ergebnis einer kontinuierlichen und zielstrebigen Arbeit ist. Mit fünf Jahren hat die heute 24-Jährige mit Ringen begonnen, im nächsten Jahr in Rio will sie bei den Olympischen Spielen eine Medaille gewinnen.

In Baku, der Hauptstadt eines Landes, in dem Ringen als Volkssportart gilt, erwartet die Top-Athletin, die zuletzt acht Monate die Weltrangliste in ihrer Gewichtsklasse anführte, eine einzigartige Atmosphäre. „Für meine Sportart ist Baku der optimale Ort, um endlich die Anerkennung zu erhalten, die man sich als Athlet wünscht“, sagt Aline Focken. (Die Europaspiele am Montag ab 14 Uhr LIVE bei SPORT1 im TV)

Sie erhofft sich aus der vor Ort herrschenden Stimmung ihre Höchstleitung abrufen zu können: „Wir Ringer sind es nicht gewohnt, vor einer solchen Kulisse zu kämpfen und dass das ganze Land auf einen schaut. Ich hoffe, es gibt Gründe zum Feiern und diese Euphorie zu genießen."  

Unterstützung durch Deutsche Sporthilfe

Als Medaillenhoffnung für die Spiele in Rio befindet sich Aline Focken aktuell in der ElitePlus-Förderung der Deutschen Sporthilfe, in deren Rahmen sie 18 Monate im Vorfeld der Olympischen Spiele mit 1.500 Euro pro Monat unterstützt wird. „Die Sporthilfe ist für mich schon seit Jahren eine riesen Hilfe, die Athleten wie mich in ihrer Doppelbelastung, die durch Schule, Studium oder Beruf und dem Sport gegeben ist, unterstützt.“

Parallel zum Sport studiert die Krefelderin an der Fernuniversität in Saarbrücken und arbeitet zudem nebenher als Sporttherapeutin, „um meine theoretischen Grundlagen aus dem Studium auch in der Praxis umzusetzen und Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln.“  Damit hat sie auch bereits die Zeit nach ihrer sportlichen Karriere im Blick.

 

Steckbrief

Sportart:                   Ringen (Freistil bis 69 kg)

Geburtstag:               10. Mai 1991

Beruf:                       Studentin (Bachelor of Arts in Fitnesstraining)

Größte Erfolge:           Weltmeisterin 2014, EM-Dritte 2013, Junioren-WM-Zweite 2011, Junioren-Europameisterin 2010

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