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München - Am Freitag ist es soweit: Mit den Europaspielen in Baku startet eines der sportlichen Highlights des Jahres 2015. SPORT1 stellt die deutschen Hoffnungsträger vor.

Olympiasiegerin, Weltmeisterin, Europameisterin. Es gibt nichts, was Britta Heidemann noch nicht gewonnen hätte. Außer den am Freitag beginnenden Europaspielen. (LIVE im TV auf SPORT1).

Eigentlich zählt Deutschlands erfolgreichste Degenfechterin auch in Baku zum Kreise der Favoritinnen.

Allerdings quält sie sich derzeit mit Achillessehnenproblemen herum. Bei der EM in Montreux schied sie deshalb schon in der Runde der letzten 32 aus, wobei sie mit der Weltranglistenersten auch eine starke Gegnerin hatte.

Mit dem Team war im Achtelfinale Endstation.

Ihrer Vorfreude auf die Premiere der kontinentalen Spiele in Baku tut das aber keinen Abbruch. 

"Ich glaube, dass das ein richtig großes Ereignis wird", sagt Heidemann im Gespräch mit SPORT1: "Ich erhoffe mir, dass es kleine Olympische Spiele werden".

Testlauf für Olympia in Rio

Ein Testlauf für Rio sozusagen. Dort peilt Heidemann im kommenden Jahr ihre vierte Olympia-Teilnahme an.

Die Möglichkeit, sich für die Spiele in Brasilien zu qualifizieren, besteht in Baku zwar nicht. Und auch der Termin der Europaspiele zwischen den Europa- und Weltmeisterschaften, bei denen es jeweils um wertvolle Punkte für die Olympia-Qualifikation ging beziehungsweise noch geht, ist für die Fechter nicht gerade günstig.

Heidemann ist dennoch hochmotiviert.

"Auf emotionaler Ebene erhoffe ich mir sehr viel", sagt sie mit Blick auf die Wettkämpfe in Aserbaidschan und freut sich darauf, "schon ein Jahr vor Rio wieder in diese besondere olympische Atmosphäre" einzutauchen.

China-Fan freut sich auf kulturelles Neuland

Eintauchen will die Leverkusenerin auch in die für sie neue Kultur des Austragungsortes Baku.

"Ich freue mich darauf, mal ganz andere Menschen kennenzulernen", sagt die seit jeher als weltoffen geltende Heidemann, die schon zu Schulzeiten mehrere Monate in Peking verbrachte, im vergangenen Jahr ein Buch über China veröffentlichte und darüber hinaus fließend Chinesisch spricht.

Über Aserbaidschan und die Kaukasus-Region wisse sie bisher "nur sehr wenig, eigentlich fast gar nichts", erklärt sie.

Bei einer gemeinsamen Stadttour mit Kunstturner Fabian Hambüchen, mit dem Heidemann seit vielen Jahren eng befreundet ist, wolle sie das aber ändern.

"Ich bin sehr gespannt", betont die 32-Jährige. Und das gilt sowohl in sportlicher als auch in kultureller Hinsicht.

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