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München - Sportschütze Henri Junghänel geht nach der verpassten Olympia-Qualifikation 2012 in Baku besonders motiviert an den Start. SPORT1 stellt die deutschen Hoffnungsträger vor.

Die Sportschützen können bei den Europaspielen direkte Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2016 für ihren Verband erringen.

Entsprechend hochrangig sind die Wettkämpfe besetzt – und entsprechend hochmotiviert ist Kleinkaliberschütze Henri Junghänel. Denn auch als Weltcupsieger 2014 ist der Odenwälder natürlich nicht für Rio gesetzt.

Bittere Erfahrung vor drei Jahren

Bereits 2012 musste er am eigenen Leib erfahren, wie schwierig die Qualifikation ist und dass Quotenplätze und Weltcupsiege nicht immer reichen. Nur zwei deutsche Schützen konnten für London nominiert werden.

"Zwei durften gehen, ich war der Dritte. Es war damals richtig knapp. Aber daran bin ich gewachsen", reflektiert Junghänel und ist umso motivierter, die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 zu erreichen.

Masterarbeit steht auf dem Programm

Wöchentlich bis zu 20 Stunden trainiert der 27-Jährige und legt monatlich oft tausende Kilometer zu Trainings- und Wettkampfmaßnahmen zurück. Doch damit nicht genug: Der Kleinkaliberschütze studiert Maschinenbau an der Hochschule Darmstadt und will bis März 2016 seine Masterarbeit abgeben.

Holt er bei den Europaspielen Gold, stünde im Anschluss direkt die nächste Mammutaufgabe auf dem Programm: Seine erste Olympia-Teilnahme bei den Spielen in Rio.

Von der Deutschen Sporthilfe wird der Sportschütze seit seiner Aufnahme 2004 in die Nationalmannschaft gefördert, aktuell in der Elite-Förderung.

"Die Deutsche Sporthilfe ist die Institution, die es überhaupt möglich gemacht hat, meine Sportart professionell zu betreiben. Somit wären die Ausgaben für den Sport, wie auch der finanzielle Aufwand für Reisekosten und Lebensunterhalt niemals ohne die Stiftung zu bewältigen gewesen", äußert sich der Ausnahme-Schütze dankend.

Steckbrief

Sportart: Schießen, 50 m Kleinkaliber liegend

Geburtstag: 05.02.1988

Beruf: Student (Master of Engineering in Maschinenbau)

Größte Erfolge: Zweifacher EM-Zweiter

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