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Am Freitag ist es soweit: Mit den Europaspielen in Baku startet eines der sportlichen Highlights des Jahres 2015. SPORT1 stellt die deutschen Hoffnungsträger vor.

Acht Jahre ist es mittlerweile her, dass Fabian Hambüchen bei der Heim-WM in Stuttgart die Halle zum Beben brachte.

Von einem Tag auf den anderen katapultierte er sich mit dem Gewinn der Goldmedaille am Reck ins Rampenlicht, wurde zum Superstar der deutschen Turnerszene.

Ein Zustand, an dem sich bis heute nichts geändert hat.

Fabian Hambüchen Europaspiele Baku European Games
Fabian Hambüchen gewann bei der Turn-WM 2007 in Stuttgart Gold am Reck © Getty Images

Das Zugpferd

Ob bei Weltmeisterschaften, Europameisterschaften oder Olympischen Spielen - stets galt und gilt der mittlerweile 27-Jährige als großer deutscher Hoffnungsträger.

Auch bei den ersten Europaspielen in Baku muss der nur 1,63 Meter kleine Hambüchen einmal mehr große Erwartungen schultern. Nicht ohne Grund ist er zum Fahnenträger der deutschen Delegation gekürt worden. Hambüchen stehe für "Fairness, Engagement und Miteinander", hält DOSB-Vorstandschef Michael Vesper für. Für Erfolg steht er ebenso.

Ein Zugpferd soll er also sein. Nicht nur für die Turner, sondern für das gesamte - immerhin 265 Athletinnen und Athleten umfassende - deutsche Team.

Keine einfache Rolle. Doch Hambüchen nimmt sie an.

Mit dem Erfolg wachsen auch die Erwartungen

"Dass die Erwartungen bei mir liegen, ist nichts Neues für mich. Das war schon die letzten zehn Jahre so. Durch Mentaltraining mit meinem Onkel habe ich aber schon frühzeitig daran gearbeitet, dass ich das alles ausblende“, sagt er im Gespräch mit SPORT1: "Den größten Druck mache ich mir ja außerdem selbst."

Was angesichts seiner bisherigen Errungenschaften auch nicht weiter verwunderlich ist.

Bronze am Reck bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, Silber vier Jahre später in London, dazu unzählige WM- und EM-Medaillen, ob im Mehrkampf oder am Boden - wer so wie Hambüchen seit Jahren an der Weltspitze mitturnt, gibt sich mit Platzierungen abseits des Podiums nicht mehr zufrieden.

Hambüchen spekuliert auf zwei Medaillen

Entsprechend ehrgeizige Ziele formuliert der Wetzlarer auch vor den Wettkämpfen in Aserbaidschan.

"Am Reck bin ich von meinen drei Geräten schon wieder am fittesten. Da spekuliere ich natürlich aufs Finale", sagt er und fügt hinzu: "Wenn ich da erst mal so richtig drin bin - ja, dann geht's ab."

Auch mit der Mannschaft rechnet sich Hambüchen etwas aus. "Mit dem Team können wir unter die Top drei kommen und haben eine Chance auf Bronze", erklärt er: "Wenn du zwei Top-Leistungen hast, dann bist du schnell vorn dabei."

Noch lange nicht satt

Dass er selbst "nicht mehr der Jüngste" ist und die Belastung auf höchstem Niveau "immer härter wird", bereitet Hambüchen dabei keine Sorgen.

Für ihn seien die Titelkämpfe in Baku "ein riesiges Event" und ein "guter Test für Olympia 2016", sagt er. Und auch nach den Spielen in Rio im kommenden Jahr wolle er "noch ein bisschen weiter turnen".

Auch dann um Titel und Medaillen versteht sich.

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