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München - Am Freitag ist es soweit: Mit den Europaspielen in Baku startet eines der sportlichen Highlights des Jahres 2015. SPORT1 stellt die deutschen Hoffnungsträger vor.

Wer Jonathan Horne im Gespräch so erlebt, glaubt nicht, dass er eine derart harte Seite haben könnte.

Ausgelassen quatscht der leidenschaftliche Fußball-Fan über seine Liebe zum 1. FC Kaiserslautern, macht Witze und albert herum. Eine echte Frohnatur.

Doch der 26-Jährige kann auch ganz anders.

Steht der Karateka erst mal auf der Matte, verwandelt er sich in einen eisenharten Kämpfer. In seiner Disziplin Kumite zählt Horne zu den Besten der Welt.

"Ziel ist immer die Goldmedaille"

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Vier EM-Titel stehen für den gebürtigen Pfälzer bereits zu Buche, zweimal gewann er die prestigeträchtigen World Games.

Und auch bei den Europaspielen (LIVE im TV auf SPORT1) rechnet sich Horne durchaus etwas aus.

"Ziel ist immer die Goldmedaille", sagt er im SPORT1-Interview voller Optimismus.

Bloß nicht verkrampfen

Es ist ein bemerkenswerter Mix aus Selbstbewusstsein und Lockerheit, den Horne an den Tag legt -und der ihn seiner Meinung nach überhaupt erst so erfolgreich macht.

"Meine größte Stärke ist, dass ich an alles recht entspannt ran gehe und auch im Kampf nicht gleich in Hysterie verfalle, wenn ich mal zurückliege", erklärt er.

Natürlich hoffe er, bei den Spielen in Baku auf dem ersten Platz zu landen, sagt Horne. Er fahre aber auch dorthin, "um das Ganze zu genießen und Spaß zu haben".

Ein Hauch Olympia für die Karateka

Zumal gerade er und seine Kollegen in der Zwei-Millionen-Einwohner-Metropole am Kaukasus komplettes Neuland betreten werden.

"Karate ist nicht olympisch. Es ist also unser erster Wettkampf unter Olympischer Flagge", sagt Horne voller Vorfreude und fügt hinzu: "Wir wollen uns gut präsentieren und zeigen, dass Karate ein richtig geiler Sport ist."

Vielleicht wird es eines Tages dann ja doch olympisch.

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