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München - Am Freitag ist es soweit: Mit den Europaspielen in Baku startet eines der sportlichen Highlights des Jahres 2015. SPORT1 stellt die deutschen Hoffnungsträger vor.

Yanna Schneider liebt die Vielfalt. In ihrem Sport. Aber auch in ihrem Leben generell.

Man könne sich beim Taekwondo nicht nur auf eine Sache konzentrieren, erklärt sie im Gespräch mit SPORT1. Schnell und beweglich müsse man sein und jederzeit auf "Aktionen des Gegners, auf die man nicht vorbereitet ist, reagieren können".

Schon die Atmosphäre beim Einlauf in die Halle genieße sie, berichtet Schneider. Ihre Augen glänzen.

Kein Zweifel: Yanna (sprich: "Dschanna") Schneider betreibt ihren Sport mit Leidenschaft.

Ruf als Wunderkind

Die Bonnerin gilt seit ihrem sensationellen Triumph bei der Juniorinnen-WM 2012 als so etwas wie das deutsche Wunderkind der Sportart.

Der Sieg der damals 15-Jährigen verschaffte ihr überregionale Aufmerksamkeit, unter anderem lud sie Stefan Raab damals in seine Sendung ein - dass sie telegen ist und optisch ein wenig an Raabs Grand-Prix-Schützling Lena Meyer-Landrut erinnert, wird dazu beigetragen haben.

Zum Showkampf wie seinerzeit gegen Regina Halmich kam es damals nicht. Schneider wies die "Killerplauze" allerdings kundig in die Feinheiten ihrer trittlastigen Disziplin ein.

Bei den Europaspielen in Baku geht es nun wieder um den sportlichen Ernst. Die nun 19 Jahre alte Schneider gehört zum Kreis der Medaillenanwärterinnen.

Bloß keinen Druck aufbauen

Dass sie selbst schon "eine Platzierung unter den ersten Zehn super fände", mögen Schneider manche als Understatement oder gar mangelnden Ehrgeiz unterstellen.

Vielleicht ist es aber auch einfach nur ihre Cleverness, überhöhten Erwartungen von vornherein entgegen zu wirken.

"Mein Trainer und ich sehen das ganz locker", sagt sie auf den gestiegenen Druck seit ihrem Titelgewinn vor drei Jahren und hofft, bei den Spielen in Aserbaidschan in erster Linie "ganz viel Spaß" zu haben.

Musterschülerin und Studentin

Zumal sich Schneider nicht nur auf ihren Sport reduzieren lassen will.

Schon jetzt arbeitet auf die Zeit nach ihrer aktiven Karriere hin: Dem mit einem Notenschnitt von 1,7 bestandenen Abitur lässt sie seit Oktober 2014 ein Studium der Wirtschaftspsychologie folgen.

Wenn sie nicht trainiert, sitzt sie über ihren Büchern.

Sie mag sich eben nicht nur auf eine Sache konzentrieren.

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