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Tasheena Bugar verpasst bei den Europaspielen in Baku den Einzug ins Finale. Dennoch freut sich die 27-Jährige über Edelmetall. Verbandspräsident Kyas zieht positive Bilanz.

Kein Finaleinzug, aber dennoch eine starke Vorstellung der deutschen Amateurboxer bei den Europaspielen: Auch die fünfte Hoffnung Tasheena Bugar (Leichtgewicht) hat am Freitag im Halbfinale in Baku verloren und muss wie Vize-Europameisterin Sarah Scheurich (Mittelgewicht), Azize Nimani (Bantam), Hamza Touba (Fliegengewicht) und Kastriot Sopa (Halbwelter) mit der Bronzemedaille vorlieb nehmen.

Gegen die WM-Dritte Estelle Mosseley aus Frankreich verlor Bugar nach vier Runden eindeutig nach Punkten.

"Es war ein enger Kampf, ich war knapp dran. Es ist meine erste Medaille, insofern kann ich mich glücklich schätzen. Es geht Stück für Stück nach oben", sagte Bugar.

Insgesamt zog die 27-Jährige ein positives Fazit: "Im Großen und Ganzen kann der DBV mit der Bilanz hier zufrieden sein. Einmal Silber oder Gold wäre natürlich schön gewesen."

Für den Deutschen Boxsport-Verband (DBV), der zuletzt in einer tiefen Krise steckte, ist die Ausbeute von fünf Bronzemedaillen bei den ersten Europaspielen in Aserbaidschan ein Erfolg.

"Wir sind zufrieden und haben gezeigt, dass wir doch zu den Top Fünf in Europa gehören", sagte Verbandspräsident Jürgen Kyas.

Scheurich zog bei SPORT1 ebenfalls Bilanz vor ihrer Rückkehr nach Deutschland. "Wir sind froh, wenn wir alle nach Hause kommen. Und dann wird natürlich gefeiert, weil fünf Medaillen von zehn gestarteten Sportlern ist schon klasse", sagte die Mittelgewichtlerin.

Touba und Sopa können noch auf die Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Oktober in Katar hoffen. Dafür müssen ihre Halbfinalbezwinger in Baku die Goldmedaille gewinnen.

Weil der dritte Platz nicht ausgeboxt wird, nehmen die Halbfinal-Verlierer die Bronzemedaille mit nach Hause.

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