Video

Baku - Bundestrainer Luciano Pedulla nimmt das dramatische Viertelfinal-Aus bei den Europaspielen deutlich gelassener hin als seine Spielerinnen. Er sieht sein Team auf einem guten Weg.

Es war ein Schocker ohne Happy End in der Crystal Hall von Baku, den Bundestrainer hatte das hochspannende Spiel aber nicht sichtlich mitgenommen.

"Wir haben heute guten Volleyball gespielt", sagte Luciano Pedulla nach dem verpassten Halbfinaleinzug bei den Europaspielen (täglich LIVE im TV auf SPORT1) und bilanzierte zufrieden: "Insgesamt war es ein positives Turnier für uns. Wir hatten eine gute Chance zu lernen."

SPORT1 vor Ort in Baku
SPORT1 vor Ort in Baku © SPORT1/Getty Images

Seit Mai erst hat der Italiener als Nachfolger von Giovanni Guidetti das deutsche Team unter seinen Fittichen und vornehmlich die langfristige Entwicklung im Blick.

Die Spielerinnen machten nach der Fünf-Satz-Niederlage gegen Polen und der damit verpassten Medaille einen deutlich enttäuschteren Eindruck. "Es sollte schon weiter gehen als bis ins Viertelfinale", sagte Mareen Apitz im Gespräch mit SPORT1.

Brinker trauert vergebener Chance nach

Die Runde der letzten Acht war die offizielle Vorgabe gewesen vor dem Turnier, doch es wäre durchaus mehr drin gewesen. Und das war es, was die "Schmetterlinge" so ärgerte. Maren Brinker, die in ihrem 250. Länderspiel als Topscorerin glänzte (23 Punkte), meinte: "Nach so einem Spiel kann man natürlich nicht zufrieden sein. Wir hatten die Chance und haben sie leider nicht genutzt."

Die Aufholjagd nach einem 0:2-Satzrückstand war am Ende umsonst, im Tiebreak hatten die Polinnen den längeren Atem. "Wir haben zu spät unsere Linie gefunden", meinte Brinker.

Von den Ergebnissen her sei das ja nun tatsächlich nicht überragend gewesen, musste dann auch Pedulla zugeben. Sein Ziel sei es aber vielmehr, bei der Europameisterschaft und im Kampf um die Olympiatickets in guter Form anzutreten.

Weshalb die nun spielfreien Tage in Baku fürs Training genutzt werden, bevor es am Montag direkt zum Grand Prix nach China geht.

EM im September

Im September steigt dann in Belgien und den Niederlanden die EM, bis dahin soll das verjüngte Team gefestigter sein. "Wir sind erst einen Monat zusammen, uns fehlt die Konstanz", sagte Apitz und war sich in diesem Punkt mit Pedulla einig: "Das geht nicht auf Knopfdruck."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel