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Enis Alushi kam vom 1. FC Kaiserslauten nach Hamburg. © Getty Images

Vor dem Montagsspiel Greuther Fürth gegen St. Pauli sprechen Gäste-Coach Roland Vrabec und Paulis Zugang Enis Alushi bei SPORT1.

Am Millerntor rollen bald die Bagger an.

Die Heimstätte des FC St. Pauli wird wieder zur Baustelle. Der letzte Abschnitt des Stadion-Ausbaus steht an.

Sportlich sind die Umbaumaßnahmen im Team von Trainer Roland Vrabec bereits in vollem Gange und sorgen für positive Ergebnisse.

Nachdem die ersten zwei Saisonspiele, ein 1:1 zu Hause gegen Ingolstadt und eine 0:2-Niederlage beim VfR Aalen, eher Frust als Lust hervorriefen, gab es zuletzt zwei Siege in Folge - im Pokal ein 3:1 bei Fünftligist Optik Rathenow und vor einer Woche ein 2:1 zu Hause gegen Sandhausen.

Zufriedenheit zurück

Vor dem Spiel am Montagabend bei Greuther Fürth (ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) ist die Zufriedenheit bei den "Kiezkickern" zurück und das Stimmungsbarometer nach dem Aufwärtstrend merklich nach oben geschnellt.

Mit einem Sieg im Ronhof könnten die Hamburger auf Platz sieben vorstoßen, doch sie bleiben auf dem Boden.

"In vielen Bereichen verbessern"

"Die ersten Spiele haben gezeigt, dass wir uns noch in vielen Bereichen verbessern können. Nach dem schlechten Spiel gegen Aalen war es für uns sehr wichtig, zwei Siege in Folge zu landen", sagt Vrabec im Gespräch mit SPORT1, "auch wenn wir wissen, dass noch nicht alles gepasst hat und wir noch viel Arbeit vor uns haben."

Das gilt vor allem für das spielerische Element, wo gegen die Sandhäuser doch erhebliche Defizite deutlich wurden.

"Wir arbeiten jeden Tag daran, unsere Defizite zu verringern", betont Vrabec, doch es sei "ein Prozess."

Für den 40-Jährigen war bereits vor der Saison klar, "dass die Vorbereitung mit dem ersten Spiel nicht abgeschlossen ist, sondern noch drei, vier, fünf Wochen in die Saison reichen wird."

Alushi neu dabei

Nicht abgeschlossen waren auch die Personalplanungen. Personell wurde in der vergangenen Woche nochmal nachgebessert.

Vom 1. FC Kaiserslautern wurde für das Mittelfeld Enis Alushi verpflichtet, der nach seiner Ausmusterung bei den "Roten Teufeln" nun auf einen Neuanfang hofft.

"Es war keine schwierige Entscheidung für mich", sagt Alushi über seinen Wechsel bei SPORT1.

"Es erleichtert mir den Einstieg, dass ich hier private Freunde habe." Der 28-Jährige unterschrieb einen Zweijahresvertrag.

Spielerisches Vakuum ausfüllen

Mit dem erfahrenen Zweitligaspieler will man an Stabilität dazu gewinnen. Vrabec unterstreicht die Bedeutung von Alushi: "Enis ist ein sehr erfahrener Spieler, der über sehr viel Ballsicherheit verfügt. Wir erwarten von ihm, dass er unserem Spiel mehr Sicherheit verleiht."

Hurra-Stil war gestern, heute gehen sie auf dem Kiez den Weg der kleinen Schritte. Während die Fans vor einem Jahr noch zeitweise vom Aufstieg träumen konnten, ist jetzt im Umfeld Zurückhaltung angesagt.

Dabei wurde Pauli vor der Saison von einigen Experten als geheimer Kandidat für die vorderen Plätze, gar für den Aufstieg genannt, doch davon will Vrabec nichts wissen.

"Das ist aktuell kein Thema"

"Das ist für uns aktuell kein Thema", stellt er klar und ergänzt ganz realistisch: "Wir wollen zunächst Konstanz in unsere Leistung bringen, sowohl von Spieltag zu Spieltag als auch über die 90 Minuten einer Partie. Dann wird man sehen, was am Ende rauskommt."

Doch das soll nicht heißen, dass Vrabec keine Ziele hat. Im Gegenteil. "Ich bin schon sehr ambitioniert und sehr ehrgeizig, allerdings formuliere ich eher realistische Ziele und baue keine Luftschlösser."

Vor allem vor dem schweren Gang nach Franken. Insgeheim rechnet sich auf Seiten der Paulianer durchaus etwas aus, weil der Blick auch an die letzte Saison zurückgeht.

Gedanken an letzte Saison

"Wir wollen dort unsere Stärken auf den Platz bringen und hoffen natürlich auf ein ähnlich gutes Ergebnis wie in der letzten Saison, als wir in Fürth 4:2 gewinnen konnten", so Vrabec.

Und weiter: "Fürth ist eine gute Mannschaft, die ebenfalls mit vier Punkten gestartet ist, allerdings zuletzt verloren hat."

Alushi könnte gleich in seinem ersten Spiel für die Braun-Weißen im Kader stehen. "Ich bin fit für einen Einsatz am Montag", sagt er.

Intelligenz und Technik

Der Ex-Paderborner weiß auch, wo er dem Team am besten helfen kann. "Ich bin ein zentraler Mittelfeldspieler, da fühle ich am wohlsten", sagt Alushi.

"Ich mag intelligenten Fußball und gute Technik, daher dürfen sich die Fans hoffentlich auf starke Pässe und eine gute Ballbehandlung freuen."

Vrabec hätte sicher nichts dagegen, wenn Alushi gleich am Montag damit beginnt?

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