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Der Karlsruher SC machte gegen den 1. FC Nürnberg schon vor der Pause alles klar

Der 1. FC Nürnberg schlittert in der Zweiten Liga immer tiefer in die Krise.

Der ambitionierte Club verlor auch beim Karlsruher SC nach einer in der ersten Hälfte desolaten Vorstellung verdient mit 0:3 (0:3) und muss sich nach der schon vierten Pleite erst einmal nach unten orientieren.

Dagegen setzt sich der noch ungeschlagene KSC nach dem dritten Saisonsieg in der Spitzengruppe fest und ist Tabellendritter. 

Erneut präsentierte sich der fränkische Traditionsverein nicht wie ein potenzieller Aufstiegskandidat. Karlsruhe war insbesondere in der ersten Hälfte in allen Belangen überlegen.

Druck auf Bader und Ismael steigt

Durch die erneute Niederlage wird sich die Unruhe in Nürnberg weiter erhöhen. Die mitgereisten Fans machten schon während der ersten Halbzeit ihrem Unmut Luft und schrien: "Wir haben die Schnaue voll!"

Vor allem Sportvorstand Martin Bader, der schon vor der Partie von einer "nicht optimalen Saison" sprach, steht vehement in der Kritik.

Aber auch Trainer Ismael dürfte langsam ins Kreuzfeuer geraten.

Auffällig dabei: die Ansprache an die Mannschaft nach dem Spiel hielt nicht Ismael, sondern der Leiter der Fußballabteilung, Wolfgang Wolf.

Ismael attackiert Spieler

Ismael zog dagegen öffentlich über seine Spieler her.

"Wenn die Basis nicht stimmt, die Leidenschaft, wenn man Zweikämpfe nicht annimmt und solche individuellen Fehler macht - dann kommt so ein Ergebnis zustande", schimpfte er bei "Sky": "Das macht sprachlos. Was die Mannschaft in der ersten Halbzeit geleistet hat, war unterirdisch."

Der Franzose kündigte eine rigorose Aufarbeitung an: "Wir müssen mit einzelnen Spielern klare Worte reden. Jeder muss begreifen, worum es geht. Die Spieler haben einen Anspruch, und den müssen sie auch auf dem Platz zeigen. Sie sind verantwortlich für ihre Leistung - und die bringen die Einzelnen momentan nicht."

Desolate Vorstellung

Hiroki Yamada brachte die überlegenen Badener, die am Mittwoch das Spitzenspiel in Leipzig bestreiten, in der 9. Minute früh in Führung.

Die FCN-Defensive machte dabei einen reichlich unsortierten Eindruck. Reinhold Yabo legte in der 20. Minute nach.

Vorausgegangen war ein leichtfertiger Fehlpass von Javier Pinola im Spielaufbau.

Yabo mit Entscheidung vor der Pause

Mit seinem zweiten Treffer kurz vor der Pause (40.) sorgte der Ex-Kölner Yabo schon vor der Pause vor 19.944 Zuschauern für die Entscheidung.

Koen van der Biezen scheiterte zudem in der 89. Minute mit einem Handelfmeter an Club-Keeper Raphael Schäfer.

Der Club, der im Sommer zum achten Mal abgestiegen war, agierte nach vorne hilf- und planlos, die Defensive um den schwachen Pinola wirkte oft überfordert.

Nürnberg ideenlos

Selbst nach dem Wechsel, als der KSC Tempo rausnahm, fand der FCN keine Mittel.

Pinola klärte gegen van der Biezen sogar noch auf der Linie. Kurz vor Schluss bewahrte Torhüter Schäfer den Club mit dem gehaltenen Elfmeter gegen van der Biezen vor einer noch höheren Klatsche.

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