Nürnberg und München - Zorniger ist nach der Pleite in Nürnberg sauer auf seine "gehypten jungen Spieler". Der Trainer gerät selbst unter Druck.

Von Holger Luhmann

Nach dem 0:1 beim 1. FC Nürnberg platzte Alexander Zorniger der Kragen.

"Das war eine absolute Vollkatastrophe", schimpfte der Trainer von RB Leipzig und schob nach: "Ich nehme da meine gehypten jungen Spieler in die Pflicht."

Zack, das saß. Die Schonzeit für die jungen Bullen in der Zweiten Liga ist endgültig abgelaufen.

Raus aus der Komfortzone

Zorniger hatte schon vor der Begegnung in Nürnberg die Leipziger Komfortzone bemängelt.

"Leistung und Ertrag stehen nicht im Einklag", klagte der Coach.

Statt einer Reaktion seiner Mannschaft folgte die Pleite (Spielbericht).

"Die Leistung war so schlecht wie ich es noch nicht gesehen habe, mit Ausnahme von dem Spiel gegen den FSV Frankfurt vielleicht", redete Zorniger Klartext.

Alarmierender Trend

Zwar hatte Zorniger zuletzt im SPORT1-Interview ("Wir halten dem Fußball den Spiegel vor") noch betont, dass der Aufsteiger sich nicht an einem Tabellenplatz orientiere, sondern man auf die Art und Weise der Auftritte achte.

Doch in Nürnberg stimmte weder das Ergebnis noch die Leistung.

Und der Trend ist durchaus alarmierend. In den vergangenen fünf Spielen sammelte RB nur fünf Punkte.

Auch Druck auf Zorniger wächst

Damit nimmt auch der Druck auf Zorniger selbst zu.

Der direkte Aufstieg in die Bundesliga ist das Ziel in Leipzig.

Der extrem ehrgeizige Sportdirektor Ralf Rangnick wird die jüngste Entwicklung mit Skepsis und Sorge betrachten.

Wenig erleichternd kommt für Zorniger noch hinzu, dass es immer wieder Spekulationen um Thomas Tuchel als möglichen Wunschkandidaten auf dem Trainerstuhl gibt.

Schöpf sorgt für die Entscheidung

Dabei wäre am Freitagabend der Sprung auf Platz zwei möglich gewesen

Doch Alessandro Schöpf erzielte in der 73. Minute mit seinem dritten Saisontreffer das Siegtor.

Und ließ Zorniger beben.

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